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Kunden klagen über Sparkasse-Automaten

Burgdorf Kunden klagen über Sparkasse-Automaten

Zu wenig Platz, zu komplizierte Geräte: Kunden der Stadtsparkasse klagen über die SB-Geschäftsstelle in der Weststadt. Die Stadtsparkasse will das prüfen lassen – und kündigt Infotage für die Kunden an.

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Ärger über Sparkassen-Terminal in der Weststadt. Viele ältere Leute kommen mit dem Überweisungsautomaten nicht klar, für einige ist auch der Geldautomat zu schnell.

Quelle: Sabine Gurol

Burgdorf. Seit Oktober können Kunden der Stadtsparkasse ihre Bankenangelegenheiten in der Weststadt nur noch am Automaten erledigen. Der kleine Raum im Edeka-Center mit Geldautomat, Kontoauszugsdrucker und Überweisungsterminal stößt aber vor allem bei älteren Leuten auf Kritik. Dem 81-jährigen Manfred Rehberg fehlt wie vielen anderen Kunden nicht nur die Beratung durch Mitarbeiter, auch der Raum ist ihm zu eng. „Die Leute stehen direkt hinter einem, wenn man Geld abhebt. Distanz ist nicht möglich.“

Hinzu kommen Probleme bei der Bedienung der Automaten. „Ältere Leute kommen mit den Drucktasten am Geldautomaten nicht zurecht“, klagt Rehberg. Sei man zu langsam, spucke das Gerät die EC-Karte wieder aus. Bei einem Bekannten sei sie nach dem vierten Mal sogar eingezogen worden.

Ute Assmann vom Vorstand der Stadtsparkasse kann diese Kritik nicht nachvollziehen. „Der Geldautomat ist nicht schneller als andere“, sagt sie. Dass die Karte nach einiger Zeit ausgeworfen wird, gehöre zum Sicherheitskonzept.

Doch auch mit dem Überweisungsautomaten haben Kunden Probleme. „Für ältere Leute ist das nichts“, sagt etwa ein 90-Jähriger, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. „Man muss so eine lange Zahl eingeben, wissen Sie, wie schnell man sich da vertippt?“ Sowohl handgeschriebene als auch vorgedruckte Überweisungsträger soll der Automat neben der manuellen Eingabe annehmen können. Rehberg hat andere Erfahrungen gemacht. „Es funktionieren nur vorgedruckte Zettel“, sagt er. Assmann widerspricht: „Beides ist möglich“, sagt sie, will das Gerät aber überprüfen lassen. Für mehr Privatsphäre soll zukünftig eine Glastrennwand sorgen.

Abhilfe bei den Bedienungsproblemen soll ein Infotag schaffen, den die Stadtsparkasse für Mitte Januar plant. An diesem sollen den Kunden nicht nur die SB-Terminals, sondern auch das Online-Banking erklärt werden. Den Kunden, denen die Zeit bis dahin zu lang ist, rät Assmann zu einem Besuch in der Hauptgeschäftsstelle in der Marktstraße. Die Mitarbeiter beantworten dort Fragen zur Bedienung der SB-Geräte.

Von Sabine Gurol

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