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Land streicht neun Lehrgänge

Burgdorf/Uetze Land streicht neun Lehrgänge

Auf neun Lehrgänge müssen die Freiwilligen Feuerwehren in Burgdorf und Uetze in diesem Jahr verzichten - das Land benötigt die Räume der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) zur Unterbringung von Flüchtlingen.

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Zum Themendienst-Bericht von Sabine Meuter vom 28. Januar 2015: Eine Aufwandsentschädigung für den Einsatz bei der freiwilligen Feuerwehr ist nur bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. (Archivbild vom 11.01.2013/Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) Foto: Jens Wolf

Quelle: Jens Wolf

Burgdorf. Die am Donnerstag getroffene Eilentscheidung verschärft nach Einschätzung von Uetzes Gemeindebrandmeister Tobias Jacob das ohnehin schon ungenügende Angebot an Lehrgängen. „Ich hatte für dieses Jahr drei Gerätewart-Seminare bestellt, einen dann für den Herbst zugesagt bekommen“, sagt er. Dieser entfalle nun leider, gleichwohl gefährde der Wegfall von insgesamt vier Lehrgängen nicht die Einsatzfähigkeit der Uetzer Gemeindefeuerwehr.

Jacob hofft, dass die abgesagten Kurse nachgeholt werden - und dass möglicherweise das Kontingent aufgestockt wird. Denn von den 25 beantragten Lehrgängen für 467 Feuerwehrleute habe Uetze ohnehin nur zehn erhalten. „Dabei gab es schon im Frühjahr die Aussage von Minister Pistorius, dass die schlechte Zuteiligungsquote verbessert werden soll“, sagt Jacob.

„Das Kontingent an Lehrgängen war bislang schon sehr knapp“, sagt auch Burgdorfs Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm und fügt hinzu, er habe Anträge für 42 Gruppen- und Zugführer gestellt. „Am Ende haben wir 18 erhalten.“ Noch schlechter sehe die Quote bei den weiterführenden Lehrgängen aus: Statt der gewünschten 150 gab es nur 26 Plätze. „Ich kann die Entscheidung des Landes nachvollziehen, sie verschärft aber ganz eindeutig die bereits angespannte Situation“, sagt Schlumbohm.

Seinen Angaben zufolge sind fünf Feuerwehrleute von der Absage betroffen, von denen einer als ABC-Einsatzführer ausgebildet werden sollte. „Nach dem Läufer-Brand waren wir sehr froh, dass wir uns einen Platz in dem Lehrgang sichern konnten“, meint der Stadtbrandmeister. Verzichten muss Burgdorf zudem auf die Ausbildung eines Gerätewarts und eines Atemschutzgerätewarts. „Wenn Kameraden aufsteigen wollen, ist es bitter, wenn sie die entsprechenden Qualifikationen nicht erreichen können - das schadet auch der Motivation“, weiß Schlumbohm aus Gesprächen.

Wie Jacob und Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann hofft er auf schnelle Informationen über mögliche weitere Lehrgänge. „Die Anmeldung für 2016 haben wir im Mai abgegeben, noch fehlt uns aber eine Zuteilung“, sagt Schlumbohm. Bethmann indes äußert auch Verständnis für das Land: „Es war der letzte Ausweg, die bis zu 1000 neuen Flüchtlinge pro Tag unterzubringen.“

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