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Landwirte wünschen sich Verkehrsspiegel

Burgdorf Landwirte wünschen sich Verkehrsspiegel

Mit der Verkehrssicherheit am Ortseingang hat sich der Ortsrat von Schillerslage in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Die CDU/FDP-Gruppe im Gremium wünscht sich für die Landwirte im Dorf einen zweiten Verkehrsspiegel an der Sprengelstraße in Höhe der Einmündung des Lahkamps.

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Dieser Spiegel hilft Trecker-, Auto- und Radfahrern, die vom Lahkamp aus in die Sprengelstraße einbiegen wollen, zu erkennen, ob sie freie Fahrt haben.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Schillerslage. Die Ortsratsgruppe von CDU und FDP hatte eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Sie wollte wissen, wann mit der Installation eines solchen zweiten Verkehrsspiegels zu rechnen sei. Denn dieser brächte "große Vorteile und Sicherheiten für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge" an der Stelle.

Dass die Stadt schon Ende April der Ortsratsgruppe schriftlich mitgeteilte hatte, dass sie nach Rücksprache mit der Polizei und der Staßenverkehrsbehörde keine Erfordernis erkennen könne, einen zweiten Spiegel an der Straße Am Lahkamp zu installieren, wollten die Ortsratsmitglieder nicht widerspruchslos hinnehmen. Auch das Argument, dass der Einmündungsbereich unfalltechnisch unauffällig sei, verfing nicht. Noch weniger der Hinweis auf die unlängst gebaute Mittelinsel auf der Sprengelstraße, die ein Überqueren der Straße "unter Beobachtung der Verkehrsströme aus einer Fahrtrichtung" ermögliche.

"Die Landwirte brauchen den zweiten Spiegel aus Sicherheitsgründen", sagte etwa der Christdemokrat Barthold Plaß. Er kündigte an, dass die CDU nicht locker lassen werde und das Thema immer wieder vorzubringen gedenke. Ortsbürgermeister Cord Reißer (CDU) trug vor, dass der Überweg für Radfahrer und Fußgänger an der Mittelinsel eben gerade nicht gefahrlos zu benutzen sei: "Ich komme da mit meiner Tochter nicht gefahrlos rüber." Und Mario Gawlik (FDP) argumentierte, wenn noch nichts passiert sei, liege das nur daran, dass der Überweg gar nicht angenommen werde von den Schillerslagern. Wenn es freilich am Geld liege, dass kein zweiter Spiegel installiert werden solle, "dann machen wir im Ort eben eine Sammlung". Im Übrigen wolle er schon wissen, wer bei der Polizei und der Verkehrsbehörde zur Einschätzung gelangt sei, dass an der Stelle angeblich keine Unfallgefahr bestehe, um diese ansprechen zu können, wenn doch etwas passiert.

Es war an Bürgermeister Alfred Baxmann, beruhigend auf die zunehmend gereizt wirkenden Ortsratsmitglieder einzuwirken. Eine Entscheidung pro oder kontra Verkehrsspiegel könne schwerlich getroffen werden auf der Basis des subjektiven Sicherheitsempfindens von Bürgern. Die Verwaltung müsse sich auf die Expertise der Fachleute bei der Polizei und in der Verkehrsbehörde verlassen, welche den Sachverhalt nach bestem Wissen und Gewissen geprüft hätten. Es gehe aber nicht an, dass Behörden jeweils dort für mehr Sicherheit sorgten, wo Eltern sich diese leisten könnten. Im Übrigen sei Geld gar nicht als Grund für die Ablehnung des zweiten Spiegels genannt worden.

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Blick vom Lahkamp aus auf die Sprengelstraße ortsauswärts. Durch den langgezogene Kurve ist auch hier die Sicht begrenzt. Das soll sich mit dem zweiten Spiegel, der demnächst aufgehängt wird, ändern.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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