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Zum Zocken geht es in die Stadtbücherei

Burgdorf Zum Zocken geht es in die Stadtbücherei

An die Konsole, fertig, los: Unter diesem Motto steht das neue Angebot der Stadtbücherei. Seit dieser Woche können Nutzer auch Spiele für 3 DS, Wii, PS 3 und PS 4 in der kommunalen Einrichtung an der Sorgenser Straße ausleihen.

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Bücherei-Mitarbeiter Marcus Gelfert hat die neue Spielesammlung nach einer umfangreichen Recherche zusammengestellt.

Quelle: privat

Burgdorf. Damit reagiert das Team um Büchereileiterin Andrea Nehmer-Rommel auf den Wunsch vieler Leser, den die Mitarbeiter in den vergangenen Monaten abgefragt hatten. „Uns hat insbesondere interessiert, welche Spiele die Burgdorfer gern ausleihen wollen“, sagt Nehmer-Rommel. Vor allem junge Familien hätten den Vorstoß begrüßt, den die Bücherei unabhängig der von der Jungen Union angeschobenen politischen Debatte unternommen hatte.

Fast neun Monate konnten die Leser ihre Lieblingsspiele nennen, während Mitarbeiter Marcus Gelfert parallel zu den Spielen recherchierte, Angebote prüfte und letztlich
41 Games kaufte. Weitere 100 Spiele leiht sich die Bibliothek bei der Büchereizentrale in Lüneburg aus. „Damit können unsere Leser ab sofort zwischen mehr als 140 Spielen wählen“, sagt Nehmer-Rommel und fügt hinzu, im Moment bestehe eine große Chance, das Lieblingsspiel ausleihen zu können: „Das Angebot muss sich ja erst etablieren.“ Zur Verfügung stünden neben Abenteuer- und Rollenspielen auch solche, die strategisches Denken erfordern oder zum Singen herausforderten. In der Palette fehlen indes die Games mit einer Altersfreigabe ab 16 oder 18 Jahren: „Unsere Auswahl haben wir nach bibliothekarischen und pädagogischen Gesichtspunkten getroffen“, sagt die Leiterin. Ihren Angaben zufolge kann jeder Nutzer bis zu zwei Titel ausleihen, für zwei Wochen. Wer sich über das Angebot informieren möchte, findet die komplette Übersicht im Online-Katalog der Bücherei, wo die Spiele unter den Neuerscheinungen der vergangenen drei Woche aufgelistet sind.

Das Team werde in den nächsten Monaten die Nachfrage prüfen und gegebenenfalls die aus Lüneburg entliehenen Spiele zurückgeben – falls das Interesse nicht groß genug ist. „Dann würden wir neue Titel buchen“, beschreibt Nehmer-Rommel das Vorgehen. Ihren Angaben zufolge bekommt jeder Nutzer noch einen Merkzettel, dass er bei Beschädigungen haftet. „Letztlich haben die Spiele durchaus einen hohen Wert“, sagt sie.

Die bisherige Resonanz auf den Games-Bereich sei durchaus positiv, hat die Büchereileiterin beobachtet. Das decke sich mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre: „Vor drei Jahrzehnten mussten wir noch jeden Comic verteidigen, den wir in den Bestand aufgenommen hatten“, sagt sie. Heutzutage erwarteten die Nutzer einen unterschiedlichen Bestand, der von Büchern über DVDs bis hin zu Zeitschriften reiche. „Nun haben wir eine weitere Lücke geschlossen“, sagt Nehmer-Rommel.

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