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Muss Stadt 30 Millionen für IGS investieren?

Burgdorf Muss Stadt 30 Millionen für IGS investieren?

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) kommt die Stadt teuer zustehen: Voraussichtlich muss Burgdorf 30 Millionen Euro investieren, damit ausreichend Platz für eine sechszügige IGS ist. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die der Schul- und der Bauausschuss des Rates am Donnerstag erörtern.

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Auf dem Gelände der Prinzhornschule an der Straße Im Langen Mühlenfeld (rechts) könnte - nach dem Abriss der alten Schulgebäude - ein dreistöckiger Neubau für die Integrierte Gesamtschule entstehen.

Quelle: Holger Schilke

Burgdorf. Das Architekturbüro Pfitzner und Moorkens hat im Auftrag der Stadt drei Standorte – Grund- und Hauptschule I (GHS I), Realschule und Prinzhornschule – untersucht.

Das Fazit der Architekten: Gebäude und Gelände der GHS I sind für eine sechszügige IGS ungeeignet. Ein Aus- und Umbau der Realschule ist wegen des Denkmalschutzes nur in geringem Umfang möglich. Die Gebäude der Prinzhornschule bieten zu wenig Fläche.

Gelöst werden könnte das Raumproblem der IGS, indem die Realschule soweit wie möglich umgebaut und auf dem Grundstück der Prinzhornschule ein Neubau errichtet wird. Dieses Grundstück zwischen der Straße Im Langen Mühlenfeld und der Sportarena ist relativ klein, deshalb soll das neue Schulgebäude dreistöckig mit einer Gesamtfläche von circa 8400 Quadratmetern werden. Platz genug, um vier Jahrgänge mit rund 720 Schülern sowie Mensa, Aula und einige Fachräume unterzubringen.

Eng könnte es hingegen auf dem Außengelände werden: Laut Architekturbüro wird als Richtwert für den Pausenhof eines Neubaus eine Mindestfläche von drei Quadratmetern pro Schüler angenommen. „Dieser Ansatz ist allerdings sehr knapp bemessen und wird dem Bewegungsdrang jüngerer Schüler nicht gerecht“, heißt es im Gutachten. Wünschenswert seien fünf Quadratmeter pro Schüler und zusätzlich die Nutzung der Sportflächen.

Der Realschulstandort könnte nach einem Umbau Platz für rund 360 Schüler und damit für zwei sechszügige Jahrgänge bieten. Zudem sollen die Verwaltung und Veranstaltungsräume Platz finden.

Die Kosten für den Neubau auf dem Prinzhorngelände kalkuliert das Büro mit rund 19 Millionen Euro. Die Umgestaltung des komplett denkmalgeschützten Realschulgebäudes – inklusive Wärmedämmung, energiesparender Haustechnik und barrierefreien Zugangs zu allen Räumen – würde mit schätzungsweise rund 8,4 Millionen Euro zu Buche schlagen. Für die Sanierung der alten Prinzhornschulturnhalle sind rund 900 000 Euro angesetzt.

Zusammen sind das rund 28,5 Millionen Euro und damit fast doppelt so viel, wie die Stadt für neue Räume für die IGS veranschlagt hatte.

Die öffentliche Sitzung der beiden Ratsausschüsse beginnt am Donnerstag, 19. Mai, um 16 Uhr in der Aula der Prinzhornschule, Im Langen Mühlenfeld 9.

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