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Flüchtlinge erhalten Hilfe beim Familiennachzug

Burgdorf Flüchtlinge erhalten Hilfe beim Familiennachzug

Zur Integration Zufluchtsuchender gehört, sie beim Nachzug ihrer Familien zu unterstützen. Dafür hat das Mehrgenerationenhaus spezielle Projekte entwickelt. 

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Asim Irshad (von links) und Fadi Razzouk mit Sarah Schmenger, Rebecca Schmolke und Heinz Müller vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz bei Workshop zum Projekt "Gut ankommen in Niedersachsen".

Quelle: privat

Burgdorf.  „Gut ankommen in Niedersachsen“ heißt ein vom Sozialministerium gefördertes Projekt für Flüchtlingsfamilien, welches das Mehrgenerationenhaus in Burgdorfs für das Jugendamt der Stadt mit Leben füllt.  Es sind Väter wie Asim Irshad und Fadi Razzouk, die Hilfe brauchen, wenn ihre Familien nachziehen. Beide haben bei einem Workshop des Institutes für Sozialpädagogische Forschung Mainz von ihren Erfahrungen in Burgdorf berichtet. 

„Bis März kommen weitere zehn Familien“ , sagt MGH-Koordinatorin Wieker.  Insgesamt betreut sie 178 Schulkinder, dazu Babys und Kindergartenkinder. Damit Kinder ohne Deutschkenntnisse beschult werden können,  gibt es eine Ankommensklasse, für Jugendliche ab 16 Deutschkurse. Es gibt Lernpaten und Muttersprachler, die Lehrern bei Elterngesprächen zur Seite stehen. 

Als Irshad vor anderthalb Jahren mit seinen sechs und acht Jahre alten Kindern und seiner schwangeren Frau aus Pakistan nach Burgdorf kam, war er froh, Hilfe im MGH zu erhalten. „Ich konnte kein Deutsch, wusste nicht, wo die Schulen waren, konnte die Formulare für die Anmeldung nicht lesen.“  Das MGH half bei den Formalitäten, besorgte Schulbücher und Schulranzen. Es zeigte, wie und wo es etwa beim Moonlight-Shopping günstig Kleidung und Spielzeug für Kinder zu kaufen gibt. „Hier konnte meine Frau das Baby zum Mutter-und Kind-Kurs mitbringen und Deutsch lernen. Meine Kinder kommen einmal in der Woche zur Nachhilfe her.“

Auch Razzouk ist dankbar über die Hilfe, die er erfuhr. Seine Familie - Frau und vier Kinder - sind erst vor etwa einem halben Jahr aus Syrien nachgezogen. Dank des MGH konnte er seine Kinder bereits vorher an den Schulen anmelden. Eine Abiturientin besuchte die Familie mehrmals wöchentlich. Sie half den Neuankömmlingen, sich mit der hiesigen Kultur und den Regeln vertraut zu machen. „Sie haben sich gleich zu Hause gefühlt.“

Der nächste Schritt, sagt Wieker, müsse sein, dass Geflüchtete sich aktiv bei der Elternarbeit einbringen können. So wie Irshad:  Gemeinsam mit seinen Kinder hat er bereits an Schulausflügen teilgenommen, einmal als Betreuer. 

   

Von Sandra Köhler

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