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In Michel steckt Astrid Lindgrens Vater

Burgdorf In Michel steckt Astrid Lindgrens Vater

Astrid Lindgrens Bücher ziehen nicht nur Kinder in Ihren Bann. Bei der Eröffnung der Ausstellung "Hier kommt Pippi Langstrumpf - Die Lebenswelt der Astrid Lindgren" lauschten rund 15 Kinder und mehr als 30 Erwachsene den Ausführungen des Ausstellungsmachers Matthias Blum.

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Kinder hängen Matthias Blum (im weißen T-Shirt) an den Lippen, als er im Stadtmuseum die Geschichte "Pippi will nicht groß werden" erzählt.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Burgdorf. Astrid Lindgren habe eigentlich nie Schriftstellerin werden wollen, obwohl es ihr ein Lehrer vorhergesagt habe, erzählte Blum im Stadtmuseum. Die Figur Pippi Langstrumpf entstand 1941. Damals lag Astrid Lindgrens Tochter Karin, seinerzeit sieben Jahre alt, mit einer Lungenentzündung im Bett. Sie bat ihre Mutter: "Erzähl mir von Pippi Langstrumpf". Den Namen hatte sich Karin ausgedacht.

Astrid Lindgren habe kurz überlegen müssen und dann zum Besten gegeben, was ihr eingefallen sei. "Am nächsten Tag wollte Karin die Fortsetzung hören", berichtete Blum, der als Lehrer in Oldenburg arbeitet. Später habe Astrid Lindgren auch Karins Freundinnen von dem rothaarigen Mädchen mit Zöpfen und Sommersprossen erzählen müssen. Sie habe schließlich die Geschichten aufgeschrieben und das Manuskript Karin zum zehnten Geburtstag geschenkt.

Eine Durchschrift schickte sie einem Verlag. Doch der lehnte eine Veröffentlichung ab. Astrid Lindgren hatte inzwischen Spaß am Schreiben gewonnen und beteiligte sich mit der Geschichte "Britt-Mari erleichtert ihr Herz" an einem Kinderbuchwettbewerb eines anderen Verlags und gewann damit den zweiten Preis. Als der Verlag einen weiteren Wettbewerb ausschrieb, reichte sie das leicht überarbeitete Pippi-Manuskript ein und gewann. 1945 erschien es als Buch.

Als Kind habe Astrid Lindgren gern gelesen - insbesondere die Abenteuer des Tom Sawyer und Huckleberry Finn - und viel gespielt, berichtete Blum. "Ganz viel, was sie als Kind gelesen und erlebt hat, schrieb sie später auf", sagte er. Astrid Lindgrens Lieblingsfigur sei Michel gewesen. "Da steckt vieles drin, was ihr ihr Vater erzählt hat", erläuterte der Oldenburger.

Die Ausstellung ist bis 9. Oktober im Stadtmuseum und in der Kulturwerkstadt zu sehen. Diese sind sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Termine für Sonderführungen können mit der VVV-Geschäftsstelle, Telefon (05136) 1862 vereinbart werden. 

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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