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Musik hilft bei der Integration

Burgdorf Musik hilft bei der Integration

19 Leiter kommunaler Musikschulen im ehemaligen Regierungsbezirk Hannover haben bei einem Treffen in Burgdorf eine enge Zusammenarbeit bei der Integration von Flüchtlingskindern verabredet. Der Landesverband Niedersächsischer Musikschulen will künftig erfolgreiche Projekte dokumentieren und kommunizieren, sodass alle Musikschulen profitieren können.

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Die Musikschulleiter sind sich in ihrer Regionalversammlung einig: Mit Musik kann die Integration von Flüchtlingskindern gelingen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Zweimal im Jahr kommen die Leiter der 23 Musikschulen im ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der von Diepholz im Norden bis nach Hameln im Süden reicht, zu einem Austausch zusammen. In ihrer jüngsten Regionalversammlung im Saal des historischen Rathauses I an der Marktstraße stand die Integration von Flüchtlingskindern ganz oben auf der Tagesordnung.

Unter der Leitung von Regionalsprecherin Martina Zimmermann, die die Musikschule in Hemmingen managt, kam es zur Bestandsaufnahme. Die 19 anwesenden Musikschulleiter berichteten sich gegenseitig, an welchen Projekten ihre Einrichtungen gegenwärtig mit welchem Erfolg arbeiten und wie die Flüchtlingsarbeit in den Musikschulen aus ihrer Sicht gelingen kann. "Wir wollen diese Kinder empfangen und aufnehmen mit der Sprache der Musik, die dafür besonders gut geeignet ist", sagte Zimmermann nach dem Treffen.

Die Musikschulen seien für die Integrationsarbeit wohl präpariert, glaubt Zimmermann. Allenthalben pflegten die Musikschulen bereits Partnerschaften und Kooperationen, etwa mit Bürgerstiftungen und Lionsclubs, welche die Integrationsarbeit finanziell unterstützten. "An den Musikschulen ist ein Optimismus zu spüren", sagte die Musikpädagogin, die auch dem erweiterten Vorstand des Landesverbands Niedersächsischer Musikschulen angehört.

Schon jetzt kämen die Kinder über die Arbeit der Musikschullehrer in den Kitas und Grundschule mit Musik in Berührung. Talente sprängen bisweilen aber wieder ab, weil sie sich den Instrumentalunterricht in den Musikschulen nicht leisten könnten. Um eine Nachhaltigkeit zu erreichen, brauche es langfristig Finanzierungsmodelle der Kommunen und des Landes. 

Wie die geforderte Nachhaltigkeit für den Zuständigkeitsbereich der Musikschule Ostkreis Hannover und insbesondere in Burgdorf erreicht werden kann, wird unter anderem Gegenstand der vom Rat der Stadt initiierten Flüchtlingskonferenz am 30. April im StadtHaus sein. Dort werde auch die Musikschule Ostkreis ein Wörtchen mitreden, verriet SPD-Ratsfraktionschef Gerald Hinz, der in Personalunion dem Trägerverein der hiesigen Musikschule vorsteht. Es werde zum einen um die Frage gehen, wie Flüchtlingskinder ihre eigene Kultur in ihrer neuen Heimat leben können, aber auch darum, "wie sie an unsere Kultur herangeführt werden können", sagte Hinz.

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