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Naturforscher schaffen neuen Wohnraum

Burgdorf Naturforscher schaffen neuen Wohnraum

Einen ganz besonderen Neubau hat der Nachwuchs des Naturschutzbunds auf der Streuobstwiese errichtet: Die Jungen und Mädchen schichteten jede Menge Steine als neue Wohnstätte für Mauswiesel auf. Das kleine Raubtier soll sich dort ansiedeln und die Mäuse auf der Wiese fressen.

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Mit einer Schubkarre transportieren die Jungen und Mädchen die Steine über die Wiese, um sie später zu einem Mauswiesel-Haufen aufzuschichten.

Quelle: privat

Burgdorf. An der Eseringer Straße haben die Mitglieder des Naturschutzbunds (Nabu) mehr als 130 junge Obstbäume gepflanzt. "Deren junge Wurzeln fressen die Mäuse gern", weiß Ernst Schmidt vom Nabu aus Erfahrung. Damit die jungen Bäume eine Überlebenschance haben, müsse also die Mauspopulation stark reduziert werden. "Wenn wir dort mähen, stellen wir immer wieder fest, dass auf der Wiese sehr viele Mäuse leben", berichtet Schmidt. 

Deshalb hätten sich die Naturschützer entschlossen, ein Projekt aus Lehrte auch in Burgdorf zu starten. "Dort haben wir schon vor einiger Zeit einen Mauswiesel-Hügel gebaut. Das funktioniert richtig gut", sagt Schmidt. Denn die Mauswiesel, eine kleine Marderart, siedele sich gern in aufgeschichteten Steinen an. Weil der Nabu in Burgdorf nicht "steinreich" ist, erhielt der Verein eine tonnenschwere Spende vom Bauhof.

Dessen Mitarbeiter kippten die Steine am Rande der Wiese, dann kamen 13 Naturforscher von Nachwuchsgruppe des Nabu und karrten sie zum künftigen Mauswiesel-Haus mitten auf der Wiese, um sie dort zu schichten. "Wie groß die Mauspopulation ist, sieht man daran, dass sich einige Mäuse schon zwischen den abgekippten Steinen niedergelassen hatten", berichtet Hans-Jürgen Sessner, Leiter der Naturforscher. Die Kinder hätten darauf bestanden, drei von ihnen einzufangen und zum Steinhaufen zu tragen, den die Mauswiesel erst noch als neues Quartier entdecken müssen - der Tisch ist auf jeden Fall schon einmal gedeckt.

"Wir hoffen sehr, dass sich die ganzjährig aktiven Mauswiesel demnächst dort ansiedeln werden", sagt Schmidt. Während die Mauswiesel nach Aussage von Schmidt quasi als Bodenpolizei die Mäuse jagten, übernehmen Greifvögel diese Aufgabe aus der Luft. Deshalb brachten die Naturschützer auch gleich Sitzstangen für Falke, Bussard & Co an.  

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