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Kitas sollen sich ein Profil geben

Burgdorf Kitas sollen sich ein Profil geben

Mehr Selbstvertrauen in die eigene Arbeit – das wünscht sich Heidi Mikoleit für die Kitas in der Stadt. Seit dem 1. Juli arbeitet die Sozialpädagogin als Fachberaterin für die Betreuungseinrichtungen im Rathaus, ihre ersten Kontakte nach Burgdorf indes liegen schon Jahre zurück.

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Der Arbeitsplatz von Heidi Mikoleit befindet sich eigentlich im Rathaus I, doch die Fachberaterin ist oft in den Kitas anzutreffen.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Denn Mikoleit, die sich nach dem Studium erst einmal eine Pause von der Sozialarbeit verordnete, fand 1992 über einen Spielkreis in Schwüblingsen in die Kita-Arbeit. „Der richtige Einstieg begann aber, als die Gemeinde den Spielkreis übernahm“, sagt sie im Rückblick. Innerhalb weniger Jahre übernahm sie erst die Leitung der neu gebauten Villa Kunterbunt, später dann die Teamleitung im Rathaus als Nachfolgerin von Ursula Tesch. „Damals habe ich aber gemerkt, dass mir die pädagogische Arbeit mehr liegt“, begründet sie ihren beruflichen Wechsel, zuletzt als Kita-Fachberaterin nach Seelze. Von dort zog es sie zurück in den Osten der Region – schließlich engagiert sie sich hier auch als Leiterin des Kinderschutzbundes.

„Die Gegend ist mein Zuhause“, sagt Mikoleit, die sich seit ihrem Amtsantritt um die Mitarbeiter in den städtischen Kitas kümmert. „Ich habe seitdem sehr engagierte Teams erlebt“, lobt die vierfache Mutter die Kita-Beschäftigten, deren Selbstvertrauen sie in den nächsten Monaten und Jahren stärken wolle. Denn die Ergebnisse der ersten Pisa-Studie hätten dazu geführt, dass viele Kollegen die Kritik an der frühkindlichen Bildung sehr ernst genommen und zu viele Projekte für die Einrichtungen angeschoben hätten. „Es ist gut und wichtig, dass sich Kitas einen Schwerpunkt geben, aber nicht jede Kita muss alles machen und sich nicht bei jedem Thema neu drehen“, beschreibt Mikoleit ihre Vorstellung. Wer sich darauf besinne, könne die eigene Arbeit auch gut gegenüber den Eltern vertreten.

Beim Herausarbeiten des Profils wolle sie die Teams ebenso unterstützen wie bei der Vernetzung auf kommunaler Ebene, mit anderen Trägern, aber auch mit Einrichtungen wie Krippe und Hort. So gebe es schon eine übergreifende Zusammenarbeit mit Kitas der Kirchenkreises Burgdorf, beispielsweise beim Projekt Wortstark und bei der „Entwicklungsbeobachtungsdokmentation“ (siehe Kasten).

„Dabei wünsche ich mir, dass mich die Kollegen als Fachberaterin nutzen“, sagt Mikoleit und nennt als Beispiele ihre künftigen Arbeit die möglicherweise notwendigen Konfliktschlichtungen und die Organisation von Fortbildungen, aber auch standardisierte Verfahren bei Fragen des Kinderschutzes. In diesem Bereich engagiere sie sich bereits seit Jahren, habe unter anderem eine Qualifizierung als „Fachkraft im Kinderschutz“ absolviert. „Zum Glück haben die Kollegen nur selten mit diesen Fällen zu tun“, sagt sie. Gemeinsam mit dem Team der frühen Hilfe entwickele sie nun einen entsprechenden Ordner mit dem notwendigen Material, Dokumentationen und Ansprechpartnern.

EBD – frühe Hilfe für die Kita-Kinder

Schafft ein Kind mit vier Jahren den Schlusssprung? Wie groß ist sein Wortschatz? Diese und viele andere Fragen finden sich in der „Entwicklungsbeobachtungsdokumentation“ (EBD), mit der die Kitas seit April arbeiten. Sie decken sich zum Teil mit den Fragen der Schuleingangsuntersuchung, wie Fachberaterin Heidi Mikoleit sagte im Jugendhilfeausschuss. Damit können die Erzieher zweimal im Jahr den Entwicklungsstand eines Kindes überprüfen und frühzeitig das Gespräch mit den Eltern suchen, wenn sie feststellen, dass ein Kind möglicherweise eine Unterstützung benötige. „Das ist ein guter Leitfaden für Elterngespräche“, sagte sie.

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