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Der Wolf jagt im Burgdorfer Holz

Hülptingsen Der Wolf jagt im Burgdorfer Holz

Der Wolf hat offenbar den Raum Burgdorf-Uetze längst für sich als Jagdrevier entdeckt. Am Donnerstagabend haben die Jäger Oliver Brandt und Manfred Wadewitz ein gerissenes Rehkitz im Burgdorfer Holz gefunden. Alle Spuren weisen daraufhin, dass es Opfer eines Wolfes wurde.

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Der Wolf fühlt sich offenbar im Burgdorfer Holz wohl: Jäger haben am Donnerstagabend ein gerissenes Rehkitz unweit der Trimm-Dich-Pfads bei Hülptingsen gefunden.

Quelle: Ingo Wagner

Hülptingsen/Burgdorf. Entdeckt hat Oliver Brandt das fast komplett aufgefressene Kitz auf einer Waldwiese circa 1000 Meter von Hülptingsen und 500 Meter vom Trimm-Dich-Pfad an der Bundesstraße 188 entfernt. „So etwas macht ein wildernder Hund nicht“, sagt Brandt. Er sei 18 Stunden zuvor genau an derselben Stelle gewesen, „da war noch nichts“, berichtet der Burgdorfer. Damit ist im Prinzip ausgeschlossen, dass das tote Rehkitz dort schon längere Zeit lag und von anderen Tieren nach und nach angefressen wurde.

Brandt informierte sofort den Jagdpächter Manfred Wadewitz. Dieser identifizierte das tote Reh als Wolfsriss. In unmittelbarer Nähe entdeckte er zudem im feuchten Waldboden die Trittsiegel eines Wolfs. „Für mich ist es eindeutig, dass wir hier im Burgdorfer Holz einen Wolf haben“, sagt Wadewitz. Möglicherweise sind es sogar zwei Tiere. Er habe zweimal am helllichten Tage einen Wolf gesehen, der etwa 50 Meter vor ihm lief. „Die Fellfärbung der beiden Tiere war unterschiedlich, sodass es durchaus sein kann, dass im Burgdorfer Holz zwei Wölfe unterwegs sind.“

Der Wolfsbeauftragte Thomas Behling hat sich am Freitagmittag das gerissene Reh angeschaut und Proben für die DNA-Analyse genommen. Anhand der Genuntersuchung wird festgestellt, ob Wolf oder Hund das Jungtier gerissen hat.

Auch für Behling steht fest: „Die Wölfe sind längst da. Wochenlang war Ruhe im Burgdorfer Holz, doch jetzt scheinen sie zurück zu sein.“ Im Februar wurden auf einer Weide am Großen Stern im Burgdorfer Holz ein Schaf und ein Lamm tot aufgefunden. Auf einer Weide in Obershagen wurden im März vier Kamerunschafe gerissen. Inzwischen konnte in beiden Fällen mit einer DNA-Analyse nachgewiesen werden, dass ein Wolf die Tiere gerissen hat, berichtet Behling.

Angesichts der offensichtlichen Präsenz des Wolfes in unserer Region rät Jagdpächter Wadewitz allen Hundehaltern, ihre Tiere beim Spaziergehen an die Leine zu nehmen. Denn die Wölfe haben sich nach Einschätzung Wadewitz’ auf Hunde spezialisiert. Erst vor Kurzem sei ein Jagdhund im Heidekreis von einem Wolf angefallen worden, berichtet er.

Auch die Tierhalter, die ihre Pferde und Schafe auf den Koppeln in der Nähe des Großen Sterns stehen haben, sollten sich auf die neue Situation einstellen.

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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