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Obst und Gemüse im Überfluss

Burgdorf Obst und Gemüse im Überfluss

Es gibt wohl keine Jahreszeit, in der die Auswahl an Obst und Gemüse so groß ist wie im Spätsommer. Auf dem Burgdorfer Wochenmarkt biegen sich die Stände geradezu unter der Last der saisonalen Köstlichkeiten - und fast alle kommen aus der Region oder von den eigenen Feldern und Plantagen der Marktbeschicker.

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Hochsaison: Die Auswahl
an Obst und Gemüse an den Marktständen auf dem Schützenplatz ist zurzeit riesengroß.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Aus der Region und vom eigenen Acker ist die Ware, die die Bioland-Gärtnerei Kiebitz aus Rethmar jeden Sonnabend auf Schützenplatz anbietet. Die Kunden des Burgdorfer Wochenmarktes schätzen deren Qualität. Erkennbar an der Schlange, die am zehn Meter langen Stand mit einer Vielfalt von Salaten, Fenchel, Möhren, Tomaten, Rettichen und Auberginen geduldig ansteht.

„Im Augenblick hat ganz viel Saison“, sagt Markthändlerin Christine Hasenclever eine Stand weiter. Bohnen und Schmorgurken gebe es pflückfrisch nur wenige Wochen lang. Hasenclever, die in Wettmar wohnt, bezieht ihr Gemüse bis auf wenige Ausnahmen wie Pfifferlinge und Paprika aus Otze. „Alles wird ganz frisch am Abend zuvor gepflückt und uns geliefert.“ Sie achte auf kurze Lieferwege und kenne ihre Lieferanten persönlich.

Dieter Mahler vom gleichnamigen Obsthof ist Lieferant und Markthändler in einer Person. „Wir haben selbst Obstplantagen, rund 30 Hektar in der Nähe von Cuxhaven.“ Für die Fahrt nach Burgdorf braucht er mit seinem Lastwagen drei Stunden. „Saison haben jetzt Mirabellen und Zwetschen. Und für kurze Zeit noch Pfirsiche aus dem Alten Land.“

Das Obst am Stand von Ralf Nötzel kommt auch aus dem Alten Land, wo er mit seiner Frau eine sieben Hektar große Obstplantage bewirtschaftet. „Wir bauen allein 17 Sorten Birnen an“, sagt Nötzel. Eine davon ist die Triumpf von Vienne - die gleiche Birne, die einst der von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland an die Kinder verteilte.

Fenchel aus dem Backofen

Walli Heitzmann vom Kiebitz-Stand empfiehlt für die schnelle Küche gebackene Fenchel: „Einfach der Länge nach mehrmals einschneiden, aufs Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln, salzen, pfeffern und circa 15 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen.“ Wer mehr Zeit fürs Kochen investieren kann, könne sich aus dem großen Gemüsezwiebeln, die derzeit Saison haben, eine herzhafte Zwiebelsuppe zu bereiten.

Schmorgurke mit Mett

Eines der Lieblingsgerichte von Christine Hasenclever sind Schmorgurken. Das Rezept: Zwiebeln und Gehacktes im Topf anbraten. Die zuvor geschälten und von den Fruchtfächern befreiten Gurken in grobe Stücke schneiden und in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, schmoren, bis die Gurke glasig ist. Zum Schluss mit Schmand und – wer mag – mit Dill abschmecken.

Birnen, Bohnen und Speck

Ralf Nötzel hat eine Lieblingsspeise: Birnen, Bohnen und Speck – das Nationalgericht der Holsteiner. „Das schmeckt saulecker“, sagt Nötzel. Die Zutaten: durchwachsener Speck, gehackte Zwiebeln, grüne Bohnen, gewürfelte festkochende Kartoffeln und natürlich Birnen. Die Zubereitung dauert rund eine Stunde. Nötzels Tipp: Die Birnen erst ganz spät rein, sonst sind sie zu weich.

Mirabellenkuchen mit Mandeln

Ich liebe den Mirabellenkuchen, den meine Mutter immer backt“, sagt Dieter Mahler. Für den Boden nimmt sie einen leichten Mürbeteig, der nach der Zubereitung eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen sollte – Zeit zum Entsteinen von ein bis zwei Kilo Mirabellen. Teig ausrollen, Mirabellen fächerförmig darauf legen, dick mit Mandeln bestreuen und ab in den Backofen.

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