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Otzes Ortsbrandmeister tritt zurück

Burgdorf Otzes Ortsbrandmeister tritt zurück

Otzes Ortsbrandmeister Tim Kories hat nach nur der Hälfte seiner Amtszeit am Wochenende sein Amt zur Verfügung gestellt. Die Ortsfeuerwehr sucht nun fieberhaft nach einem Nachfolger. Einstweilen springt sein Stellvertreter Jan Bertke in die Bresche.

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Tim Kories schließt ab: Der Otzer gibt das Amt des Ortsbrandmeisters nach drei Jahren auf.

Quelle: Antje Bismark

Otze. Die Stadtspitze, Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm und das Ortskommando waren vorgewarnt gewesen. Die einfachen Feuerwehrleute erfuhren es in der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr. Dort verkündete Tim Kories seinen Rückzug, den er mit seiner familiären Situation - "die Familienplanung ist noch nicht abgeschlossen" - und seiner starken beruflichen Belastung begründete. "Die Familie geht vor", sagte Kories dieser Zeitung auf Nachfrage. Der 31-Jährige war im vergangenen Jahr erstmals Vater geworden.

Außerdem hat sich Kories, der erst vor drei Jahren von Ehlershausen nach Otze gezogen und sofort zum Ortsbrandmeister gewählt worden war, unlängst beruflich verändert. Der gelernte Elektriker hat bei seinem neuen Arbeitgeber, der Avista Oil AG in Dollbergen, mittlerweile eine Führungsposition eingenommen. Diese nehme ihn so stark in Anspruch, dass dies mit den vielfältigen Aufgaben eines Ortsbrandmeisters nicht länger vereinbar gewesen sei. "Zur Verantwortung gehört zu wissen, wann es nicht mehr geht", lobte Bürgermeister Alfred Baxmann in der Jahreshauptversammlung den Realitätssinn von Kories.

Zuletzt hatte dessen Stellvertreter, der gerade erst zum Hauptlöschmeister beförderte Maschinenbauingenieur Jan Bertke (35), seinem scheidenden Ortsbrandmeister den Rücken frei gehalten. Bis der Rat nun Kories in seiner nächsten Sitzung am 21. April aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlässt, will dieser Bertke noch nach Kräften unterstützen. Bertke werde aber jetzt bei der Feuerwehr im Dorf der erste Ansprechpartner sein, sagte Kories.

Der Vize hat nach eigenen Angaben keinerlei Ambitionen auf das Ortsbrandmeisteramt. Das lasse sein Beruf nicht zu, sagte Bertke. Zurzeit würden in der Ortsfeuerwehr intensive Gespräche geführt, um möglichst schnell einen Nachfolger zu finden. Für den Fall, dass sich die Suche nach einem geeigneten Kandidaten in die Länge zieht, ist Bertke aber bereit, das Ortsbrandmeisteramt vorübergehend kommissarisch auszufüllen.

Die Ortsfeuerwehr Otze ist eine sogenannte Stützpunktfeuerwehr. Sie zählt laut Bertke zurzeit 43 aktive Retter, die im vergangenen Jahr 30 Einsätze leisteten - ein Rekord.

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