Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Feuerwehr lehnt Neubaupläne ab

Burgdorf Feuerwehr lehnt Neubaupläne ab

Die Freiwillige Feuerwehr Schillerslage braucht dringend ein neues Feuerwehrhaus. Das alte entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen. Gleichwohl hat das Ortskommando jetzt Pläne der Stadtverwaltung für einen Neubau am alten Standort als ungenügend abgelehnt.

Voriger Artikel
Jeffrey Korth zeigt seine Fahrkünste
Nächster Artikel
Vortrag zum Schicksal der Kriegsgefangenen

Schillerslages Feuerwehr lehnt einen Neubau am alten Standort ab. Dort ist nicht genug Platz, um alle Wünsche der Feuerwehr zu verwirklichen.

Quelle: Joachim Dege

Schillerslage. Die Stadtverwaltung hatte am Donnerstagabend Pläne für die neue Unterkunft der Feuerwehr im Ortsrat vorstellen wollen. Genau darum hatten der neue Ortsbürgermeister Cord Reißer und der Ortsrat gebeten. Als Reißer den Tagesordnungspunkt aufrief, präsentierte Jörg Lahmann, Leiter der Gebäudewirtschaftsabteilung im Rathaus, eine faustdicke Überraschung. Lahmann verlas einen Brief von Ortsbrandmeister Timo Scheffler, in dem das Ortskommando die Neubaupläne der Stadt am angestammten Standort ablehnte. Die Sanitäranlagen seien zu klein geraten, lautete die Begründung. Wenn schon neu gebaut werde, dann wolle man sich nicht mit weniger als dem Standard begnügen und lieber noch eine Weile zuwarten, bis ein Neubau in der erforderlichen Dimension an anderer Stelle möglich sei.

"Ich bin überrascht, dass die Feuerwehr sich dazu schon schriftlich geäußert hat", entfuhr es dem Ortsbürgermeister. Reißer stellte gleichwohl klar, dass der Ortsrat die Entscheidung der Feuerwehr mitträgt. Bürgermeister und Verwaltungschef Alfred Baxmann nahm es sportlich: Die Gespräche der Verwaltung mit der Feuerwehr seien konstruktiv gewesen. Die Ablehnung des Entwurfs von Planerin Katrin Frank, der mit der Feuerwehr-Unfallkasse als gesetzlichem Unfallversicherungsträger für die Feuerwehren abgestimmt gewesen sei, gelte es zu akzeptieren. Allerdings werde es nun Zeit kosten, bis alternativ ein Neubau an anderer Stelle realisiert werden könne: "Mindestens ein Jahr, wenn nicht länger", sagte Baxmann. Lahmann rechnet sogar mit drei bis vier Jahren, die ins Land ziehen könnten.

Denn als bislang einzigen möglichen Standort für ein neues, größeres Feuerwehrhaus hat die Stadt den Acker gegenüber dem Schützenheim am Rapsfeld ausgemacht. Um dort aber bauen zu können, muss die Stadt erst einmal Grundstücksverhandlungen führen und das Areal erwerben. Anschließend bedarf es dann noch einer Bauleitplanung, um dort Baurecht zu schaffen.

Als Ortsbürgermeister Reißer schließlich noch anregte, im neuen Feuerwehrhaus auch einen größeren Versammlungsraum vorzusehen, den auch der Ortsrat nutzen könne, biss er bei der Stadtspitze auf Granit. Der mit etwas mehr als 40 Quadratmetern vorgesehene Versammlungsraum reiche für die Nutzung durch die Feuerwehr völlig aus, sagte Erster Stadtrat Lutz Philipps. Und Bürgermeister Baxmann entgegnete: "Wir bauen kein Dorfgemeinschaftshaus, sondern für die Feuerwehr."

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x3jn369ssg19hmwx7kg
Im Neubaugebiet werden die Straßen gebaut

Fotostrecke Burgdorf: Im Neubaugebiet werden die Straßen gebaut