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Penny-Markt: Ortsrat setzt auf Gespräch

Burgdorf Penny-Markt: Ortsrat setzt auf Gespräch

Fraktionsübergreifend hat der Ortsrat Ramlingen-Ehlerhausen jetzt einen offenen Brief an Gregor Kasprick, Leiter der Penny-Expansion aus Lehrte, und den Investor Hans-Georg Bruns, geschäftsführender Gesellschaft der gleichnamigen Immobilienfirma, geschrieben.

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Der Ortsrat lehnt den Bau des Penny-Marktes ab - und hat dies dem Unternehmen und Investor noch einmal in einem offenen Brief mitgeteilt.

Quelle: Bismark

Ehlershausen. Das Ansinnen: Vor dem Bau des neuen Penny-Marktes zwischen Bahnstrecke und Bundesstraße 3 miteinander ins Gespräch zu kommen. Auf diesen Brief hatten sich die Politiker in ihrer Ortsratssitzung verständigt, nachdem Arbeiter im Februar die Bäume auf dem ehemaligen Minigolf-Platz gefällt hatten. Den Zeitpunkt begründete Bruns seinerzeit mit der Brut- und Setzzeit. Er kündigte zudem auch an, ab April mit den Bauarbeiten zu beginnen. Das hoffen die Politiker noch zu verhindern – nachdem der Investor sich in zweiter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg durchgesetzt hatte.

Diese Entscheidung gefährdet nach Einschätzung aller Ortsratsmitglieder die Entwicklung der Ortschaft im Zusammenspiel mit der geplanten Alpha-E-Trasse, die der Bundestag beschlossen hat. Damit verändere sich die Situation in Ehlershausen gravierend, heißt es in dem Schreiben. Denn: Die Alpha-E-Trasse bedeute wegen der Verdoppelung des Güterverkehrs auch erheblich längere Schließzeiten. Zu den zentralen Forderungen, auf die sich die betroffenen Kommunen verständigt hätten, gehöre auch die Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge – wie er in Ehlershausen zu finden ist.

„Das Errichten des neuen Penny-Marktes am vorgesehenen Standort ist daher nicht nur städtebaulich für uns inakzeptabel, sondern kann unter Umständen auch eine mögliche Unterführung oder andere Lösungen unmöglich machen“, heißt es in dem Schreiben, das alle Ortsratsmitglieder unterzeichnet haben. Sie fordern eine Kontaktaufnahme der Lebensmittelkette und des Investors, um „zu zufriedenstellenden Lösungen für alle zu kommen“. Denn, auch das heben die Politiker vor, zur guten Infrastruktur des Ortes zählen sie den bestehenden Markt. Allerdings ziele der neue Standort nicht auf die Einwohner, sondern auf Autofahrer auf der Bundesstraße 3 ab. „Dennoch gehen wir davon aus, dass Ihnen an einer gewissen Akzeptanz Ihrer Baumaßnahmen in unserem Ortsteil gelegen ist“, schreiben die Kommunalpolitiker.

Der Brief, am 27. März geschrieben und anschließend nach Aussage von Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig versandt, ist nach Auskunft einer Penny-Verantwortlichen allerdings bis gestern nicht im Unternehmen eingegangen. Sie habe erst im Zuge dieser Recherche und Berichterstattung von dem Papier erfahren, das auch der Investor erhalten haben soll. Er war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Penny werde die Aussagen des Ortsrates intern diskutieren, hieß es. Eine kurzfristige Stellungnahme sei nicht möglich.

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