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Spielstraße für Otze-Nord ausgebremst

Burgdorf Spielstraße für Otze-Nord ausgebremst

Die Tempo-30-Zone in der Neubausiedlung Otze-Nord soll, wenn es nach dem Willen dort lebender Eltern geht, in eine Spielstraße umgewandelt werden. Die kommt aber nicht so schnell wie erhofft. Der Ortsrat steht einstweilen auf der Bremse. Er fordert, dass zuerst alle Bewohner befragt werden sollen.

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In der Ringstraße in der Neubausiedlung Otze-Nord gilt Tempo 30. Dort wohnende Eltern wünschen sich eine Umwandlung in eine Spielstraße, in der dann nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf.

Quelle: Antje Bismark

Burgdorf. Eine Reihe von Eltern hatten sich mit dem Wunsch nach der Spielstraße und der Anlage eines Spielplatzes Anfang des Jahres an die SPD gewandt. In der Siedlung leben fast 40 Kinder unter acht Jahren. Auf den Straßen Kötnerkamp und Wandelbergsfeld dürfen Autos Tempo 30 fahren. Post und Paketdienste, Müllabfuhr und selbst Fahrzeuge der Stadt führen aber häufig zu schnell, lautete das Argument der Eltern. Abhilfe erhoffen sie sich, wenn dort fortan nur noch Schrittgeschwindigkeit erlaubt wäre. Dazu müsste das Tempo-30-Schild abgebaut und durch ein Spielstraßenschild ersetzt werden.

Der Verkehrsausschuss des Rates befürwortete das bereits Mitte Februar. Zuletzt tat dies auch der Ausschuss für Jugendhilfe und Familien. Ausgerechnet im Ortsrat von Otze aber, in dem die CDU die Mehrheit stellt, stieß der Wunsch der Eltern nun auf Widerstand. Zumal das CDU-Ortsratsmitglied Joachim Höfner, der in dem Neubaugebiet wohnt, von den Wünschen der Eltern bislang nichts gehört haben wollte.

Ortsbürgermeisterin Ulla Träger (CDU) forderte den Spielstraßen-Initiator André Sorotzki, Vater von drei Kindern und Vorsitzender des Stadtkindergartenbeirats, jetzt erst einmal zu einer Umfrage unter allen Anwohnern auf. Erst wenn deren Ergebnis vorliege, könne der Ortsrat das Thema im Mai erneut behandeln. Sorotzki sagte die Umfrage umgehend zu. Die Stadt hat vorsorglich bereits ein Spielstraßenschild bestellt. "Wir können es sofort aufstellen, wenn es gewünscht wird", signalisierte Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD).

Anders liegt der Fall beim Wunsch nach dem Spielplatz. Auch diesen hatte die SPD im Namen der Eltern beantragt. Laut Stadtverwaltung braucht es dazu allerdings eine Änderung des Bebauungsplans, wenn die sogenannte Aktionsfläche, die den Anwohnern für Aktivitäten aller Art dienen soll, nun in einen Spielplatz umgewandelt werde. Laut Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann arbeitet die Bauverwaltung an einer unbürokratischen Lösung, die ebenfalls in der nächsten Ortsratssitzung präsentiert werden soll.

Die Eltern wünschen sich die Anlage einer Nestschaukel, einer Rutsche und eines sogenannten Wipptiers. Nach Darstellung von Sorotzki haben sie bereits Zusagen von Sponsoren erhalten, die das Projekt finanziell und mit Sachleistungen unterstützen wollten. Die Eltern hätte zudem gern selbst Hand angelegt, um die Kosten gering zu halten. Das aber hält die Stadtverwaltung aus versicherungstechnischen Gründen für nicht machbar.

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In der Ringstraße in der Neubausiedlung Otze-Nord gilt Tempo 30. Dort wohnende Eltern wünschen sich eine Umwandlung in eine Spielstraße, in der dann nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf.

Quelle: Antje Bismark
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