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Ortsrat favorisiert Otzer Bruch

Otze Ortsrat favorisiert Otzer Bruch

Beim Thema „Windenergie“ ziehen die Ortsräte Schillerslage und Otze an einem Strang. Nach den Schillerslagern haben jetzt auch die Otzer empfohlen, die Potenzialfläche Schillerslage Ost zu streichen, den Otzer Bruch aufzunehmen und den Mindestabstand neuer Anlagen auf 1000 Meter zu vergrößern.

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Otzer Bürger nutzen die Einwohnerfragestunde.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. So richtig historisch mutete die traditionelle Sitzung auf dem Lindenbrink nicht mehr an. Karl-Heinz Dralle (SPD) klappte sein Laptop auf, Kai Peters (CDU) schaltete sein Tablet an. Traditionelle Kleidung - bei den Herrn mit Zylinder - trugen auch nicht mehr alle auf dem Podium. Daran, dass es nicht ohne Mikrofone geht, haben sich die Otzer aber längst gewöhnt.

Die anfänglich rund 50, gegen Ende wohl um die 200 Zuhörer nahmen die Äußerlichkeiten gelassen. Vorsichtigen Applaus gab es für die einstimmig unterstütze Empfehlung des Ortsbürgermeisters Carl Hunze, für das Raumordnungsprogramm 2015 keine Fläche für Windenergie zwischen Otze und Schillerslage auszuweisen, hingegen den Otzer Bruch, eine Fläche südöstlich von Flaatmoor, mit aufzunehmen. Das Landschaftsschutzgebiet habe sich überlebt, sprach sich Bürgermeister Alfred Baxmann dafür aus, das Haupthindernis aus dem Weg zu räumen. Den Landschaftsschutz dort aufzuheben, werde fünf Jahre dauern, sagte Hunze.

Der Vorschlag dürfte also frühestens beim übernächsten Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) wirksam werden. Applaus gab es auch für Peters, der aufgrund seiner Bedenken zur Belastung der Bürger durch Infraschall, einem Schall unterhalb der menschlichen Hörschwelle, einen Abstand von 1000 Meter für zu gering hält. Peters konnte sich mit seinen Argumenten aber nicht durchsetzen und unterstützte am Ende das Mehrheitsvotum. Baxmann machte darauf aufmerksam, dass Peters’ Bedenken, so sie denn bis dahin wissenschaftlich erhärtet sind, in Genehmigungsverfahren eine Berücksichtigung finden können. Zurzeit gehe es darum, „argumentationsstark gegenüber der Region zu sein“. Martina Behncke von der Stadtplanungsabteilung erinnerte daran, dass die Stadt noch bis 28. September Stellungnahmen entgegen nimmt und diese an die Region weiterleitet.

bis

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