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In welchen Ort darf zuerst gebaut werden?

Ehlershausen In welchen Ort darf zuerst gebaut werden?

In welchem Ortsteil Burgdorfs wird das nächste Baugebiet ausgewiesen? Der Ortsrat Ramlingen-Ehlershausen ist optimistisch, dass das Doppeldorf als Nächstes berücksichtigt wird. Doch auch andere Ortschaften fordern seit Jahren die Entwicklung eines Neubaugebiets.

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Ein Neubaugebiet könnte in Ehlershausen südlich des Ehlershäuser Wegs (großes Bild im Vordergrund) oder im Anschluss an die Bebauung am Schwarzenbergsfeld entstehen (rechts) entstehen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Ehlershausen-Ramlingen. Die Stadt will mithilfe der Rats- und Ortsratspolitiker eine Prioritätenliste aufstellen. Denn der Verwaltung fehlt zum einen die personelle Kapazität, um in mehreren Ortsteilen gleichzeitig Baugebiete zu entwickeln. Zum anderen ist die Ressource Geld begrenzt, wie Bürgermeister Alfred Baxmann in der jüngsten Sitzung des Ortsrats Ramlingen-Ehlershausen deutlich machte.

„Wir müssten viele Bauflächen gleichzeitig erwerben. Denn wir wollen an dem Grundsatz festhalten, das Bauland selbst zu vermarkten“, erläuterte Baxmann. Die Stadt brauche die Erträge für Ausbau und Erhalt der Infrastruktur im Ort. Zudem könne man auf diese Weise die Grundstückspreise moderat halten, sodass sie nicht über dem Bodenrichtwert liegen. „Es fällt niemand runter, aber es geht um die Reihenfolge“, versicherte er.

Bislang war die Stadt nach der Prämisse verfahren, erst muss der neue Flächennutzungsplan fertig sein, dann wird über Baugebiete entschieden. Von diesem Verfahren ist man jetzt abgerückt. Um schneller voranzukommen, soll Bauland ausgewiesen und dann im Zuge der Bebauungspläne auch der Flächennutzungsplan entsprechend angepasst werden.

Die Kriterien für die Prioritätenliste orientieren sich am Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) und am Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Burgdorf. Entscheidend für die Auswahl des Ortsteils sind in einem ersten Schritt Fragen wie: Wann wurde zuletzt ein Baugebiet auswiesen? Gibt es andere wichtige Projekte im Ortsteil, die Kapazitäten der Stadtplanungsabteilung binden? Wie ist die Ortschaft mit Infrastruktureinrichtungen wie Kita, Schule, Einkaufsmärkte und S-Bahn-Anschluss ausgestattet?
Erst im zweiten Schritt, bei der Auswahl der Baulandflächen, soll es um Details gehen, wie Aufwand für die Erschließung, Bodenbeschaffenheit, Immissionsschutz, Verkehrslärm, Altlastenverdacht, Belastung für bestehende Wohngebiete, Vorranggebiete für Windräder oder Abstand zum Wald.

Das RROP gibt bei der Ausweisung von Neubaugebieten den Kernstädten die höchste Priorität. Es folgen die Ortsteile mit der Ergänzungsfunktion Wohnen – das sind in Burgdorf Ehlershausen und Otze – und dann erst die Dörfer. Ihnen wird ein Entwicklungspotenzial von fünf Prozent ihrer Siedlungsfläche zugestanden.

Angesichts dieser Kriterien ist sich Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig (SPD) sicher: „Wir sind die Nächsten, die zu berücksichtigen sind.“ Zumal die Schülerzahlen der Waldschule rückläufig seien. Um die Schule zu erhalten, müssten junge Familien in Ehlershausen ansässig werden. Auch die CDU ist der Meinung, dass der Ort ein berechtigtes Anliegen habe, dass ein neues Baugebiet ausgewiesen wird, wie Matthias Rickel erklärte.

Im Gespräch sind dafür Flächen am Ehlershäuser Weg sowie westlich Schwarzenbergsfeld. Die Eigentümer haben laut Stadt bereits signalisiert, dass sie verkaufen würden.

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