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Ja zur Sanierung des Ramlinger Ehrenmals

Burgdorf Ja zur Sanierung des Ramlinger Ehrenmals

Der Ortsrat von Ramlingen und Ehlershausen will das Ehrenmal auf dem Ramlinger Friedhof erhalten – als ein Mahnung an die Schrecken des Krieges. Am Vorabend des Schicksaltages der Deutschen, den der 9. November markiert, beschloss das Gremium die Sanierung des angejahrten Monuments.

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Das Ehrenmal auf dem Friedhof in Ramlingen soll seinen Findling wieder aufgesetzt bekommen. Dazu müssen erst der Schaft über der mittleren Gedenktafel abgetragen und das Gemäuer darunter stabilisiert werden.

Quelle: Joachim Dege

Ramlingen/Ehlershausen. Das nach Darstellung von Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig nach dem Ersten Weltkrieg errichtete Ehrenmal steht, mehr schlecht als recht, neben der Kapelle auf dem Friedhof in Ramlingen. „Auf dem Felde der Ehr fielen aus unsere Gemeinde“ steht in eine Steintafel gemeißelt. Darunter prangen die 16 Namen gefallener Soldaten sowie auf zwei seitlich angebrachten Tafeln die 85 Namen weiterer im Krieg getöteter Menschen aus Ramlingen und Ehlershausen.

Das aus Feldsteinen und Findlingen errichtete Gemäuer mit einem großen in Stein gehauenen Stahlhelm davor und den drei eingelassenen Gedenktafeln bedarf dringend der statischen Ertüchtigung. Aus den Fugen ist der Zement teilweise ausgeschwemmt. Ein riesiger Findling hat von der Spitze bereits abgenommen werden müssen; er liegt gegenwärtig eingelagert bei einem Steinmetz.

Die Stadtverwaltung hat ausgerechnet, dass es maximal 57 000 Euro kostete, würde das Ehrenmal vollständig saniert und in seinen Ausgangszustand zurückversetzt. Die CDU im Ortsrat und allen voran deren beratendes Mitglied Robert Apel, seines Zeichens Haushaltsexperte im Rat der Stadt, hätten das Geld auch gern in die Hand genommen. „Wir sind glasklar dafür, dass das Geld bereitgestellt wird für die Wiederherstellung“, sagte Oliver Sieke (CDU). Allein, Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) riet sehr eindringlich davon ab. Er bezeichnete den geschätzten Kostenaufwand als „unverantwortlich“ hoch angesichts der finanziellen Möglichkeiten der Stadt. Der Bürgermeister mahnte Ausgabendisziplin an: „Auch Ortsräte müssen auf den Gesamthaushalt der Stadt achten.“

Der gelernte Seelsorger Matthias Paul (SPD) zerschlug den Knoten mit einem Kompromissvorschlag: Man könne für einen nach oben gedeckelten Betrag von 10 000 Euro zunächst einmal den instabilen Schaft, auf dem der Riesenfindling einst prangte, abtragen, die Statik des Bauwerks darunter sichern und den Stein dann später wieder aufsetzen. Dafür konnte sich schließlich eine breite Mehrheit im Ortsrat erwärmen. Allerdings muss die Denkmalschutzbehörde noch zustimmen, zumal das Ehrenmal damit äußerlich verändert würde.

Apel kündigte an, dass die CDU bürgerschaftliches Engagement erwecken wolle und eine Spendensammlung zugunsten der Denkmal-Sanierung organisieren werde. Sollte der Rat der Stadt die erforderlichen Mittel wie vom Ortsrat gewünscht bereitstellen – der Etat 2017 soll mit einem voraussichtlichen Defizit von 5,8 Millionen Euro planmäßig am 8. Dezember verabschiedet werden – kann die Sanierung bereits im nächsten Jahr erfolgen.

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