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Warten mit Bingo und Bratwurst

Burgdorf/Uetze Warten mit Bingo und Bratwurst

Vor den Wahlhelfern aus Burgdorf und Uetze liegt eine lange Nacht: Erst gegen 19.30 Uhr kamen am Sonntagabend die ersten Ergebnisse für die Regionsversammlung. Das erhöhte die Spannung der Kommunalpolitiker, die sich für Rat und Ortsrat hatten aufstellen lassen.

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Auf geht's: Liane Malonek und Dagmar Lindemann beginnen in Uetze  mit dem Auszählen der Stimmen.

Quelle: Bismark

Burgdorf/Uetze. Die Wahllokale hatten gerade geschlossen, Liane Malonek und Dagmar Lindemann mit den anderen Wahlhelfern im Erdgeschoss mit dem Auszählen der Briefwahlstimmen begonnen – da fand sich mit Tove Knebusch die erste Kandidatin im Uetzer Rathaus ein. Die Ortsbürgermeisterin aus Dollbergen stand erneut zur Wahl und wollte die Ergebnisse fast live erleben: Doch sie musste sich gedulden, das Auszählen dauerte deutlich länger als erwartet.„Das mag mit der höheren Wahlbeteiligung zusammenhängen“, sagte Bürgermeister Werner Backeberg.

Unterdessen hatten sich die Burgdorfer Politiker an ganz unterschiedlichen Stellen zum gemeinsamen Warten zusammengefunden: Die WGS traf sich bei Volkard Kaever, die FDP grillte Bratwürstchen auf dem Hof von Nils Hillerscheid, und die SPD wartete in ihrem Parteibüro auf verlässliche Zahlen. Die Zeit überbrückte Pastor Matthias Paul, der für die SPD in Ehlershausen kandidiert hatte, mit einem Wahlbingo. „Der Sieger erhält eine Fahrt nach Ehlershausen“, kündigte er an. Erst gegen 19.45 Uhr erschien das erste, sehnsüchtig für Burgdorf erwartete Ergebnis: Die Beinhorner hatten als erste ausgezählt, dort lag die CDU mit über 60 Prozent vorn – dass dies nicht repräsentativ war, erschien auch der CDU sicher.

Unterdessen zeichnete sich eine große Differenz bei der Wahl zur Regionsversammlung ab: So legte die FDP in Sorgensen um 23 Prozent zu, die AfD punktete hingegen vor allem bei den Wählern in der Südstadt. In Uetze hingegen war die AfD für Rat und Ortsrat nicht angetreten. Das begründete Backeberg mit der guten Sozialstruktur in der Gemeinde, die über verschiedene Projekte eine intensive Bürgerbeteiligung ermögliche. Uetzes SPD-Chef Rudolf Schubert hingegen zeigte sich entsetzt, wie viele Stimmen die AfD auf Regionsebene erhalten habe. "Ich bin sehr froh, dass sie für Rat und Ortsrat keine Kandidaten aufgeboten haben", sagt er.

Die CDU Uetze setzte nach den ersten Ergebnissen darauf, dass die Ortsbürgermeister Eike Dralle (Schwüblingsen) und Andreas Staas (Obershagen) ihr Amt verteidigt, Marion Gellermann jenes für Dedenhausen geholt hat.

"Die hohe Wahlbeteiligung freut uns", sagte Arifé Akcam-Hytrek von den Uetzer Grünen. Sie hoffe, dass ihre Partei die vier Mandate wieder erringen könne: "Das wäre für uns ein Zeichen, dass wir in den vergangenen fünf Jahre gut gearbeitet haben."

Von Antje Bismark/Joachim Dege/Friedrich-Wilhelm Schiller

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