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Pflaster ist weg - der Lärm ist geblieben

Heeßel Pflaster ist weg - der Lärm ist geblieben

Das rote Pflaster mit den grauen Randsteinen auf der Fahrbahn der Ortsdurchfahrt in Höhe des Ahrbergenwegs hat die Region, verantwortlich für den Rückbau der einstigen B 188, zwar durch eine Bitumenschicht ersetzen lassen. Doch nach wie vor rumpeln die Fahrzeuge über diesen Abschnitt der Dorfstraße.

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Die Heeßeler Ortsdurchfahrt hat eine neue Holperstrecke, genau vor dem Haus von Rüdiger Zach.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. „Jetzt ist alles schön schwarz, aber die Huckel sind unverändert“, sagte Ortsvorsteher Heiko Reißer und erntete in der Bürgersprechstunde am Donnerstag zustimmendes Nicken von den 30 Einwohnern und den Zwischenruf: „Das ist Murks.“ Schon das Pflaster hatte wie eine Schwelle gewirkt: Jedes Fahrzeug verursachte Lärm und Schwingungen.

Das Straßenstück liegt vor dem Haus von Rüdiger Zach, Chef des Heeßeler SV. Die Auswirkungen spürt er täglich: „Es scheppern die Gläser im Schrank, und die Fensterscheiben vibrieren in ihren Rahmen.“ Der jetzige Zustand greife in die gesundheitliche Integrität der Anwohner ein. „Das sollte der Region klar gemacht werden“, sagte Zach.

Reißer hat bereits bei der Region Nachbesserung gefordert. Man habe ihm mitgeteilt, dass gewisse Unebenheiten auf Fahrbahnen erlaubt seien. Nun werde geprüft, ob diese Toleranzgrenzen überschritten werden, berichtete er.

Nach wie vor ungelöst ist auch das Bushäuschen-Problem. Sie behindern die Sicht der Autofahrer, die vom Heisterkamps- und vom Burgweg auf die Dorfstraße einbiegen wollen und erfüllen nicht ihre Aufgabe, Wartende vor Nässe zu schützen. Zwar ist die Region einverstanden, dass die zwei gläsernen Häuschen versetzt werden, aber auf Kosten der Heeßeler. 3500 bis 4000 Euro würde laut Kostenvoranschlag die gesamte Aktion kosten, sagte Reißer. Zu teuer befanden die Bürger: 1000 Euro wäre okay, die würde man zusammenbekommen.

Kommentar von Anette Wulf-Dettmer

Bürger zahlen für die Fehler

Wo haben die Verantwortlichen eigentlich ihr Handwerk gelernt? Der missglückte Umbau der Heeßeler Ortsdurchfahrt strapaziert nicht nur seit mehr als zwei Jahren die Nerven der Einwohner, sondern auch die öffentlichen Finanzen. Für rund 150.000 Euro wurde die ehemalige Bundesstraße Mitte 2011 zu einer Dorfstraße umgestaltet. Doch das Ziel, die Belastung für die Anwohner zu verringern, wurde verfehlt, die bisherigen Nachbesserungen mehr schlecht als recht ausgeführt. Und wer zahlt die Zeche für das Ausbügeln der Fehlplanung? Wie immer der Steuerzahler! So viele Fehler verlangen nach Konsequenzen.

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