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Platz für Baugebiet am Ortsrand

Ehlershausen/Ramlingen Platz für Baugebiet am Ortsrand

Wenn es nach den Ehlershausenern geht, wird im Westen ihres Ortes ein Baugebiet ausgewiesen. Doch derzeit ist das Areal an der Ramlinger Straße weder im Flächennutzungsplan als Siedlungsfläche verankert, noch haben die Eigentümer Verkaufsabsichten signalisiert.

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Blick vom Ehlershäuser Weg auf die Ackerflächen, die sich die Dörfer Ehlershausen und Ramlingen als Bauland wünschen. Allerdings müsste zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden. Dege

Quelle: Joachim Dege

Ehlershausen. Seit Jahren fordert der Ortsrat, Bauland in Ehlershausen auszuweisen. Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Die Ortschaft könnte Richtung Westen wachsen. Martina Behncke, Leiterin des städtischen Planungsamts, hat den Ortsvertretern am Dienstagabend zwei Flächen vorgestellt, die sich als Bauland eignen würden - vorausgesetzt, die Eigentümer verkaufen sie der Stadt.

Die Ortschaft - einst als Waldsiedlung Ramlingens angelegt - hat nur wenige Optionen, um zu wachsen. Denn im Norden liegen Wald und ein Wasserschutzgebiet, im Süden verlaufen die Bahntrasse und die Bundesstraße 3. Deshalb hieß die Prämisse bislang: Baulücken schließen. „Doch inzwischen sind diese so gut wie gefüllt“, sagte Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig (SPD) in der Ortsratssitzung. „Doch ich kriege wöchentlich Anrufe von Bauwilligen“, berichtete sie. Ehlershausen brauche ein Neubaugebiet. „Das wäre auch wichtig für den Erhalt unserer Infrastruktur wie Waldschule und Kindergarten.“

„Wir sind in den vergangenen Jahren wirklich stiefmütterlich behandelt worden“, ergänzte Robert Apel (CDU). Zuletzt wurde am 13. April 2000 ein Bebauungsplan für ein Neubaugebiet in Ehlershausen rechtskräftig. Seitdem hätten Otze und Schillerslage neue Baugebiete erhalten. „Jetzt sind wir dran“, forderte Meinig selbstbewusst.

Als Bauland geeignet wären laut Martina Behncke Flächen am Ortsrand in Richtung Ramlingen - und zwar zwischen Ehlershäuser Weg und Ramlinger Straße sowie westlich Schwarzenbergs Feld auf der anderen Seite der Ramlinger Straße. Laut Behncke hat die Prüfung der Stadt ergeben, dass „diese Flächen mit mehr oder weniger großen Einschränkungen als Bauland nutzbar wären“.

Die Ehlershäuser müssen sich aber in Geduld üben. Die heutigen Äcker müssen erst im neuen Flächennutzungsplan (FNP), der im Entstehen ist, als Siedlungsfläche ausgewiesen werden. Zwar stünde der FNP auf der Prioritätenliste - nach der Schaffung von Flüchtlingsunterkünften - auf Platz zwei. Aber laut Behncke auch in Konkurrenz zur Aufgabe der Stadt, die Pläne der Bahn zur Verdichtung des Güterzugverkehrs zu begleiten und für die Burgdorfer erträglich zu machen.

Die Chance, auf der Fläche südlich des Weidendamms ein Baugebiet auszuweisen, schätzt Behncke derzeit als eher gering ein. Neben den Nachteilen - Lärm der Bahntrasse und des benachbarten Gewerbegebiets, Arten- und Biotopschutz, Reitnutzung - „lassen die Vorstellungen der Eigentümer nicht erkennen, dass dort ein Baugebiet entsteht“.

von Anette Wulf-Dettmer

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