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Politik will in Zukunft des VVV investieren

Burgdorf Politik will in Zukunft des VVV investieren

50.000 Euro pro Jahr fordert der VVV von der Stadt, um einen Nachfolger für Geschäftsführer Gerd Bleich aufzubauen. Die Kommunalpolitiker wollen das Geld in die Zukunft des Vereins investieren.

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In seiner Geschäftsstelle an der Braunschweiger Straße 2 koordiniert der VVV alle seine Aktivitäten.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf.  Der Verkehrs- und Verschönerungs-Verein (VVV) darf sich Hoffnungen machen auf finanzielle Unterstützung der Stadt, mit der er einen Nachfolger für seinen langjährigen Geschäftsführer Gerd Bleich aufbauen will. Mit großer Mehrheit empfahl der Finanzausschuss am Montagabend dem Rat, 50.000 Euro locker zu machen. SPD, WGS, Grüne, Freie Burgdorfer, CDU und FDP hatten dies vorher gemeinsam beantragt.

Dem VVV-Vorsitzenden Karl-Ludwig Schrader muss es in der öffentlichen Ausschusssitzung im Rathaus II runtergegangen sein wie Öl, als Sprecher von SPD und CDU das Loblied anstimmten auf den 2700 Mitglieder zählenden Verein, der für die Stadt das Kulturangebot organisiere und zugleich Wirtschaftsförderung betreibe. All das leiste Geschäftsführer Gerd Bleich mit einem kleinen Team von Honorarkräften und einer Heerschar ehrenamtlicher Helfer, deren Einsätze er koordiniere. „Wenn wir wollen, dass der Verein diese Leistungen weiter erbringt für die Stadt, dann müssen wir ihn so ausstatten, dass er das auch in Zukunft tun kann“, warb SPD-Fraktionschef Gerald Hinz dafür, dem VVV das Geld zu bewilligen. Ein Nachfolger müsse sich schließlich einarbeiten in das Netzwerk, das Bleich über viele Jahre hinweg aufgebaut habe. „Das Geld ist gut angelegt, weil die Bürger etwas davon haben“, sagte Hinz.

Der Christdemokrat Armin Pollehn stimmte Hinz zu. Er nannte den VVV mit einem Seitenhieb auf die Freien Demokraten „nicht vergleichbar mit anderen Vereinen“. Pollehn, der dem VVV-Vorstand ebenso angehört wie etwa Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD), sagte: „Die Arbeit, die der VVV erledigt, müsste die Stadt sonst selbst machen und die Kosten dafür im Haushaltsplan darstellen.“ Es sei gut, dass der Verein sich entschlossen habe, seine Strukturen mit Blick auf die Ära nach Bleich zu professionalisieren.

Die AfD sagte klipp und klar Nein zu der Sonderzahlung. Die Stadt sei gut beraten, den Rechtsstreit zwischen SMB und seinem Ex-Schatzmeister Bernd Gessert abzuwarten, in dem es auch um die Bleich vorgeworfene Ämterhäufung und damit verbundene Interessenskonflikte geht, argumentierte AfD-Ratsfrau Christiane Wichmann. 

Der Liberale Thomas Dreeskornfeld, Schraders Parteifreund, zeigte sich hin- und hergerissen und enthielt sich bei der Abstimmung. Seine Partei hatte den Zuschuss rundweg abgelehnt. Er selbst attestierte dem VVV, dass dieser „großartige Arbeit leistet“. Allerdings bekomme auch kein anderer Verein von der Stadt einen Personalkostenzuschuss für seinen Geschäftsführer.

Von Joachim Dege

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