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Erste gemeinsame Großübung

Burgdorf Erste gemeinsame Großübung

Es ist eine Premiere, als sich am Montagabend Burgdorfer Einheiten von Polizei, Technischem Hilfswerk (THW), Feuerwehr und dem Roten Kreuz (DRK) zu einer gemeinsamen Übung am Waldstück östlich des Cewe-Teichs treffen. Ihre Aufgabe: einen vermissten 85-Jährigen finden – zu Land und zu Wasser.

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Das Boot der Feuerwehrtaucher wird vom THW ins Wasser des Cewe-Teichs gehoben.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Die Idee für die erste gemeinsame Einsatzübung haben  Stefan Bruns, Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion, THW-Ortsbeauftragter Lucas Czeszak und Ortsbrandmeister Florian Bethmann gemeinsam entwickelt. Anlass war die Suche nach einer Seniorin und einem Jungen mit Downsyndrom im vergangenen Jahr gewesen.

Schnell und effektiv kann die Suche nach Vermissten nur ablaufen, wenn alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Die Großübung mit rund 40 Aktiven und jeder Menge Beobachter hat deshalb drei Ziele: die Kommunikation zwischen Polizei, THW, Feuerwehr und DRK, die Alarmierungswege und das Zusammenspiel der gemischten Einsatztruppe zu testen.

Die Übung beginnt mit der Alarmierung um 17.30 Uhr. Um
18.20 Uhr haben sich alle Beteiligten so weit sortiert, dass die Suche beginnen kann. Im Abstand von jeweils fünf Metern stellen sich Feuerwehrleute, Sanitäter, THW-Aktive und Polizisten abwechselnd am Saum des Waldes auf, jeder Zweite ist mit einem Digitalfunkgerät ausgestattet. Auf ein Signal hin setzt sich die rund 200 Meter lange Helferreihe in Bewegung, um den Wald nach dem Vermissten zu durchkämmen.

Allerdings sind die Sucher in dem unwegsamen Gelände unterschiedlich schnell unterwegs, sodass die Reihe schnell zerreißt. Der zweite Durchgang klappt schon besser, weil jeder auf seine Nachbarn achtet und mit ihnen kommuniziert. „Die Suche im dritten Sektor des Waldstücks lief dann perfekt. Die Gruppe agierte als eine Einheit“, zieht Bruns für die Polizei eine positive Bilanz der Übung.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen bei der Tauchergruppe der Ortsfeuerwehr Burgdorf. Ihre Aufgabe lautet: die nahen Uferbereiche des Cewe-Teichs nach dem Vermissten absuchen, ohne zu tauchen. Mithilfe des THW wird das Boot aufs Wasser gesetzt – auch dies eine Premiere.
Zunächst fährt das mit einem Kran ausgerüstete THW-Fahrzeug rückwärts ans Ufer und wird mit Sicherheitsstützen und Unterlegkeilen auf der abschüssigen Böschung fixiert.

Nachdem die Feuerwehrleute den Anhänger mit ihrem Boot neben den Kranwagen geschoben haben, hängt Grup­penführer Frank Riehlein es an den Haken. Vorsichtig hebt der Kran das 650 Kilogramm schwere Boot empor, hievt es an den Bäumen vorbei und setzt es schließlich auf dem Wasser ab, sodass die Feuerwehrleute einsteigen können. Weil das Manöver reibungslos verläuft, kann sich Ortsbrandmeister Bethmann durchaus vorstellen, das THW öfter zu Hilfe zu rufen, wenn die Feuerwehr ihr Boot zu Wasser bringen muss.

Um 19.45 Uhr wird der Vermisste im Wald gefunden. „Damit war die Übung im Endeffekt erfolgreich“, sagt der stellvertretende THW-Ortsbeauftragte Friedrich Weber. Er könne sich aber durchaus vorstellen, die Übung zu wiederholen. Denn die enge Zusammenarbeit stärke auch die Kompetenz der Helfer.

Für Bruns hat die Übung jede Menge gebracht – vor allem in puncto Kommunikation. Denn Polizei, Feuerwehr, THW und DRK hätten eigene Formulierungen und Fachausdrücke, die aufeinander abgestimmt werden müssten. „Das hat zum Ende sehr gut funktioniert“ – auch wenn nicht alle Helfer auf dem gleichen technischen Level sind. Die Feuerwehr funkt noch analog, die anderen digital.

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