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Polizei klärt jeden vierten Einbruch auf

Burgdorf Polizei klärt jeden vierten Einbruch auf

In Burgdorf und Uetze sind laut Polizei vergangenes Jahr weniger Rohheitsdelikte wie Raub und Körperverletzungen begangen worden. Gleichzeitig registrierten die Ermittler mehr Wohnungseinbrüche. Nach wie vor lebe es sich auf dem Lande recht sicher, sagte Kripochef Ronald Rüger zur am Donnerstag vorgelegten Kriminalstatistik.

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich vergangenes Jahr fast verdoppelt. Jeden vierten Fall konnte die Polizei aufklären.

Quelle: Archiv

Burgdorf. Während die Zahl der Straftaten im gesamten Zuständigkeitsbereich (Altskreis Burgdorf plus Langenhagen) der Polizeiinspektion (PI) um 3,21 Prozent auf 15.745 Fälle zulegte, registrierte die Polizei für Burgdorf und Uetze einen leichten Rückgang auf 2849 Fälle (minus 0,63 Prozent). Damit lägen die Fallzahlen in den beiden Kommunen im Osten der Region Hannover unterm Mittelwert der vergangenen fünf Jahre, bilanzierte Kripochef Rüger: "Die Bürger können sich sicher fühlen."

Dabei haben es Rüger und seine Kollegen im Vorjahr mit weit mehr Straftaten zu tun bekommen, als 2015 in Burgdorf und Uetze verübt worden sind. Nämlich mit summa summarum 3539 Taten. Das liegt daran, dass die PI Sonderermittlungsgruppen gebildet hat, deren Beamte auch noch in Nachbarkommunen ermitteln. Etwa wenn es um das Delikt Wohnungseinbruch geht oder um Autodiebstähle sowie um Diebstähle festverbauter Fahrzeugteile wie Navigationsgeräte und Airbags.

Ins Kontor schlägt der Bereich Wohnungseinbrüche mit einer Steigerung von 98,36 Prozent bei den Fallzahlen. 2014 waren es 61 Einbrüche gewesen, vergangenes Jahr immerhin 121, womit das Niveau von 2013 wieder erreicht war. Jeden vierten Wohnungseinbruchsdiebstahl (26,28 Prozent) konnte die Polizei aufklären.

Sinkende Fallzahlen stellte die Polizei bei den sogenannten Rohheitsdelikten fest, also bei Körperverletzungen und Raubstraftaten sowie bei Zwangsheirat, Stalking, Freiheitsberaubung und Bedrohung. Körperverletzungen und Raubtaten waren es vergangenes Jahr noch 283 Fälle; nach 362 Fällen im Jahr 2014. Mit 79 Körperverletzungen meldet die Polizei den nach 2013 zweitniedrigsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Die Zahl der Fälle von strafbarem Nachstellen, Freiheitsberaubung, Nötigung und Bedrohung nahm von 145 auf 109 ab.

Gleichzeitig nahmen die Diebstahlsdelikte zu, und zwar von 900 angezeigten Straftaten im Jahr 2014 auf 1081 Fälle im vergangenen Jahr. Angezeigt wurden 2015 außerdem 207 Fahrraddiebstähle. Das waren 27 mehr als ein Jahr zuvor. Drogen bereiten der Polizei dagegen kein großes Kopfzerbrechen. Auch hier sank die Fallzahl auf zuletzt 118 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz; ein Rückgang um 7,8 Prozent. Einen sachten Rückgang auf 324 Straftaten (2014: 360 Fälle) vermeldet die Polizei schließlich auch bei den Sachbeschädigungen.

Zum Thma Flüchtlingskriminalität sagte Rüger: "Gemessen an den absoluten Zahlen ist das völlig unauffällig." Asylbewerber begingen zwar auch Straftaten, aber keineswegs häufiger als Einheimische.

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