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Film über tödlichen Griff zum Handy

Burgdorf Film über tödlichen Griff zum Handy

Mit einem Trecker stellt Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann ein
Autowrack vor ein Feuerwehrfahrzeug. Die Frontscheibe wird schnell noch einmal geputzt, dann setzt sich Monika Kuhfuß in den Wagen, um zwei Kommissaren vor laufenden Kameras ein Interview zu geben.

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Die Kommissare Tobias Kühn (links) und Frank Wittke stellen die Kameras für das Interview mit Monika Kuhfuß ein.

Quelle: Böger

Burgdorf/Immensen. Sie schildert ihren Einsatz bei einem Unfall vor sechs Jahren, bei dem ein Mensch starb und drei schwer verletzt worden waren. Die Videoaufnahmen sind Teil eines Projekts, mit dem die Polizei Jugendliche für Gefahren sensibilisieren will, die durch Ablenkung – nicht zuletzt durch Smartphones – beim Autofahren entstehen.

Kuhfuß hatte seinerzeit die Rolle als „innerer Retter“ für den – unschuldigen – Fahrer eines der bei Immensen frontal zusammengestoßenen Wagen übernommen. „Ich habe im wörtlichen wie im übertragenen Sinne Händchen
gehalten“, berichtet die Burgdorfer Feuerwehrfrau. Weil andere schwerer verletzt waren als der eingeklemmte 19-Jährige, musste er eine Weile auf ärztliche Versorgung warten. Während sein Vater neben dem Auto liegend starb, lenkte Kuhfuß ihn ab, stellte ihm viele Fragen – auch damit er nicht ohnmächtig wurde.

„Das war schon aufregend“, sagt sie nach dem Abschluss der Aufnahmen – und meint nicht nur den Einsatz, sondern auch die Erinnerung daran sechs Jahre später. Ähnlich wie sie werden Frank Wittke und Tobias Kühn von der Polizeiinspektion Hannover-Süd noch andere Beteiligte das Geschehen aus ihrer jeweiligen Sicht schildern lassen. Daraus soll dann ein Film entstehen, der vor allem Schülern der elften Klassen gezeigt werden soll. Und sie werden dabei nicht nur drastische Schilderungen serviert bekommen, sondern auch die Ursache für diesen schweren Unfall: Der andere Fahrer hatte sich durch sein Handy ablenken lassen.

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