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Radfahrer erhalten mehr Vorfahrt

Burgdorf Radfahrer erhalten mehr Vorfahrt

Die Fahrradstraße, die derzeit durch die Goethe-, Saar- und Brahmsstraße führt, soll bis zum Berliner Ring verlängert werden. Die Kosten für die gesamte Strecke liegen bei 160.000 Euro.

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Eine politische Mehrheit spricht sich für die Verlängerung der Fahrradstraße bis zum Berliner Ring aus.

Quelle: Grafik Dralle

Burgdorf. Eine durchgehende Verbindung zwischen den Schulen und der Innenstadt für Radfahrer zu schaffen - diesen Vorschlag hat Gutachter Dankmar Alrutz jetzt dem Umwelt- und Verkehrsausschuss unterbreitet. "Bislang endet die Fahrradstraße mitten in einem Wohngebiet, das ist für die Nutzer nicht nachvollziehbar", sagte er. Erst wenn die Strecke durch die Richard-Wagner- und Grünewaldstraße bis zu den Fahrradabstellanlagen am Berliner Ring verlängert sei, ergebe sich für die Radfahrer die notwendige Durchlässigkeit. Damit Auto- und Radfahrer gleichermaßen die besonderen Regelungen einer Fahrradstraße schnell erkennen, empfiehlt der Gutachter zudem den Umbau von bestimmten Kreuzungen, darunter jener an der Richard-Wagner-Straße. Dazu gehöre auch, dass die Fahrradstraße vorfahrtberechtigt ist gegenüber dem einbiegenden und kreuzenden Autoverkehr.

Die Baukosten für die gesamte Fahrradstraße liegen bei 127.000 Euro, die Planungskosten bei 33.000 Euro. "Es gibt einen Antrag auf eine Förderung mit Klimaschutzmitteln", sagte Alrutz. Die Stadt Burgdorf könne demnach mit einer Förderung von 84.200 Euro rechnen, den Restbetrag von 75.800 Euro müsse die Kommune tragen.

"Dass die Strecke verlängert wird, halte ich für sinnvoll", sagte Klaus Köneke für die CDU-Fraktion. Gleichwohl halte er es nicht für angemessen, dass für die Fahrradstraße und der neuen Vorfahrtsregelungen gut betonierte Straßen aufgerissen würden. "Das Pflaster holpert, macht Lärm und kostet viel Geld." Seine Fraktion lehnte deshalb den Vorschlag ab. Auf großes Lob stieß der Plan hingegen bei der SPD: "Das ist eine hervorragende Arbeit", sagte Werner Bublitz. Seine Fraktionskollege Hans-Dieter Morich ergänzte: "Für die Südstadt ist das eine Qualitätsverbesserung." Maria Leykum betonte, die Vorfahrt der Radler müsse auch optisch zu erkennen sein - sie sollten schließlich mehr Sicherheit erhalten. "Das ist doch klar, dass das Geld kostet", sagte sie. Einen endgültigen Beschluss fasst der Verwaltungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung am Dienstag, 19. April.

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