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Radlerin stößt mit Hund zusammen und stürzt

Burgdorf Radlerin stößt mit Hund zusammen und stürzt

Hundehalter haben nach dem Gesetz eine besondere Sorgfaltspflicht für ihre Tiere. Wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung fand sich jetzt ein Student vor dem Amtsgericht Burgdorf wieder. Eine Radfahrerin war mit seinem Husky zusammengestoßen und gestürzt. Dabei brach sie sich das Knie.

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Vor dem Amtsgericht musste sich am Mittwoch ein Hundebesitzer verantworten. Eine Radfahrerin war mit seinem Tier zusammengestoßen und hatte sich beim Sturz schwer verletzt.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Die entscheidende Frage in dem Strafverfahren, das Amtsrichterin Stephanie Rohe am Mittwochvormittag verhandelte, war die: Handelte der 24 Jahre alte Student fahrlässig, als er seinen Hund kurz vor Weihnachten nachmittags in der Feldmark unangeleint laufen ließ und es in der Folge zu dem schweren Unfall kam?
Gericht und Staatsanwaltschaft waren sich nach der Beweisausnahme einig: Dem Mann war nicht viel vorzuwerfen. Mit Zustimmung auch des Angeklagten stellte die Richterin das Verfahren vorläufig ohne Auflagen ein.
Fakt war, dass der 24-Jährige seinen Hund frei hatte laufen lassen. Schließlich herrschte keine Anleinpflicht. Das Tier, so wiesen zwei belegte Kurse in Hundeschulen aus, war wohlerzogen und gehorchte seinem Herrchen üblicherweise aufs Wort. Nur nicht an jedem verhängnisvollen Tag.
An diesem Tag war der Mann mit einem Begleiter und dessen Hund in der Feldmark im Westen Burgdorfs unterwegs, zudem zwei Jogger, die beide ebenfalls ihre Hunde neben sich laufen ließen, und die 83 Jahre alte Radfahrerin, die ihrerseits in Begleitung ihres Hundes unterwegs war. Gerade weil sich dort so viele Hunde plötzlich in unmittelbarer Nähe tummelten, rief der Student seinen Husky zu sich. Das Tier aber zog es vor, hinter einen Wall zu laufen, wo ihn sein Herrchen nicht mehr sehen konnte.
Dort geschah es dann. Nach Aussage der Radfahrerin schoss das Tier den Wall herab und auf sie zu, wohl in der Absicht, mit ihrem Hund zu spielen. Husky und Radlerin stießen zusammen. Die Frau stürzte und brach sich den Knochen im Knie. Sie musste für neun Tage in die Klinik. Im Gerichtssaal erschien sie mit Krücke und gestützt von ihrem Sohn. Gesehen hatte den Unfall niemand. Zum Glück war einer der Jogger, der später hinzukam, ein Arzt. Er versorgte die Frau am Unfallort. Der Husky-Halter rief den Krankenwagen und wartete, bis die Polizei eintraf.
Summa summarum: Da lag kein strafbares Verhalten vor. Davon unberührt sind freilich die zivilrechtlichen Ansprüche der Seniorin. Denn der Hundehalter muss für die medizinische Versorgung aufkommen. Laut Anwalt der Radfahrerin will die Haftpflichtversicherung bislang allerdings nur die Hälfte der Kosten übernehmen. Vorgeblich weil nicht klar sei, ob einer der anderen Hunde den Unfall mitverursacht habe.

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