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Weichen für sozialen Wohnungsbau gestellt

Südstadt Weichen für sozialen Wohnungsbau gestellt

Am südlichen Rand Burgdorfs, an der Gerickestraße, will die Stadt Mehrfamilienhäuser mit preisgünstigem Mietwohnungen errichten lassen. Den Bebauungsplan hat der Rat jetzt verabschiedet, sodass die Suche nach Investoren beginnen kann.

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Auf diesem dreieckigem Zipfel südlich der Gerickestraße und der dortigen Mehrfamilienhäuser (oben im Bild) können jetzt Mietshäuser mit preisgünstigen Wohnungen entstehen - der entsprechende Bebauungsplan ist verabschiedet.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Die Weichen für den Bau den Sozialwohnungen hat der Rat in seiner letzten Sitzung der auslaufenden Wahlperiode gestellt: Mit großer Mehrheit hat er den bei den Anliegern trotz Nachbesserungen umstrittenen Bebauungsplan „Heidenelke“ beschlossen.

Von der Eigentümergemeinschaft Gerickestraße waren Michaela Reinert und Helmut Erlenhardt zur Ratssitzung kommen, um ihrer Forderung nach einer Änderung des Bebauungsplans (B-Plan) Gehör zu verschaffen. Die Befürchtung der Anlieger: Auf dem 4364 Quadratmeter großen Grundstück, das der Stadt gehört, könnte ein Investor die Gebäude parallel zur Gerickestraße errichten, sodass sie wie ein Riegel wirken und die Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite verschatten sowie den Bewohnern jeglichen Blick in die freie Landschaft verwehren.

Das mit der Verschattung ist in die jetzt beschlossene Fassung des B-Plans eingearbeitet worden. Die maximale Höhe für die Neubauten ist auf zwölf Meter festgesetzt, um auch mit einem Staffelgeschoss nicht dier Höhe der gegenüberliegenden Häuser zu überschreiten. Weiter heißt es in dem B-Plan: „Um einen durchlässigen Ortsrand mit Sichtbeziehungen von der Gerickestraße aus zur Landschaft hin zu gestalten, darf die Länge der Gebäudekörper 40 Meter nicht überschreiten.“

Diese Formulierung reicht den Anliegern nicht, wie Erlenhardt in der Einwohnerfragestunde klar machte. Er appellierte an die Ratsmitglieder, den B-Plan dahingehend zu ändern, dass dem Investor die Verteilung der Gebäude auf dem Grundstück vorgegeben ist. Dazu verteilte Erlenhardt Gestaltungsvorschläge für das Grundstück.

Auf eine Zeitverzögerung, die eine Änderung des B-Plans unweigerlich zur Folge hätte, wollten sich die Ratsmitglieder nicht einlassen. Allerdings zeigten sie Verständnis für die Befürchtungen der Anlieger. „Mir liegt daran, eine Lösung zu finden, mit der die Eigentümergemeinschaft leben kann“, sagte beispielsweise Kurt-Ulrich Schulz (WGS). Der Rat beschloss bei zwei Enthaltungen, dass im B-Plan festgeschrieben wird: Der Rat hat das letzte Wort, wenn es um die Vergabe des Projekts an einen Investor geht.

„Auf diese Weise bleibt das Gesetz des Handelns in der Politik“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann. „Jeder Investor muss sein Konzept vorstellen, und wir suchen das passende aus.“

Ziel des B-Plans Heidenelke: Es soll preisgünstiger Wohnraum – „mit Mieten zwischen 5,50 und 6,40 Euro“, so Ratsfrau Christa Weilert-Penk – in der Stadt geschaffen werden. Als Flüchtlingsunterkunft sind die Neubauten nicht mehr gedacht, wie noch Anfang des Jahres angesichts des Zustroms Geflüchteter geplant.

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