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Ratsherr fordert Kirchen zum Helfen auf

Burgdorf Ratsherr fordert Kirchen zum Helfen auf

Der Aufruf der Stadt an die Bürgerschaft, dringend benötigten Wohnraum für Flüchtlinge bereitzustellen, zeigt Wirkung. Im Rathaus melden sich Eigentümer, die Wohnungen anbieten. SPD-Ratsherr Hans-Dieter Morich fordert derweil die Kirchen auf, Räume in Gemeindehäusern zur Verfügung zu stellen.

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Kommen Flüchtlinge bald in Gemeindehäusern unter?

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Sozialabteilungsleiter Thomas Borrmann, zuständig für die Unterbringung Asylsuchender, greift nach jedem Strohhalm, um Burgdorf zugeteilten Menschen aus den Krisengebieten der Welt ein Obdach zu organisieren. Nach dem jüngsten Aufruf, so sagt er auf Nachfrage, meldeten sich verstärkt Hauseigentümer, die der Stadt Wohnungen und sogar ganze Häuser zur Miete anböten. Bauamt und Gebäudewirtschaft prüften alle Offerten auf eine Eignung.

Borrmann bekam dieser Tage auch einen Anruf vom Vorsitzendes des Ratsausschusses für Soziales. SPD-Ratsherr Hans-Dieter Morich schlug vor, die Kirchen in die Pflicht zu nehmen. Deren Gemeindehäuser, etwa die von St. Pankratius an der Gartenstraße und an der Lippoldstraße sowie das von St. Nikolaus am Langen Mühlenfeld, würden wenig genutzt, verfügten über Säle und Küchen. Borrmann will nun Kontakt mit den Gemeinden aufnehmen.

Pastor Mirko Peisert aus Steinwedel, Stellvertreter des Superintendenten, leitet den Kirchenkreis derzeit kommissarisch. Er zeigte sich nicht glücklich darüber, dass Morich mit seinem Vorstoß die Öffentlichkeit suchte, anstatt mit den Kirchen zu sprechen. Das sieht auch Borrmann so. Ansonsten, so Peisert, gebe es Ideen. Die seien aber noch nicht spruchreif.

Der evangelische Kirchenkreis engagiert sich laut Peisert bereits in der Flüchtlingsarbeit. Man nehme das Thema ernst. Im November sei eine Klausurtagung geplant. Dort sollen Entscheidungen über Arbeitsschwerpunkte fallen.

Auch die katholische St.-Nikolaus-Gemeinde verschließt sich nicht. Das Pfarrhaus werde für den Deutschunterricht für Migranten genutzt. Ansonsten gelte: „Menschen, die hier sind, muss geholfen werden“, sagte Wolfgang Obst, Mitglied des Pfarrgemeinderats und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der Gemeinde.

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