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Neubau von Flüchtlingsunterkünften in Burgdorf?

Burgdorf Neubau von Flüchtlingsunterkünften in Burgdorf?

Wo kann die Stadt kurzfristig Flüchtlingsunterkünfte schaffen? Dies ist in der Ratssitzung am Donnerstag, 18. Februar, 18 Uhr, im Schloss Thema. Weil Eile geboten ist, soll der Rat zwei Standortvorschlägen der Verwaltung zustimmen, ohne, wie zugesagt, die Anlieger informiert werden.

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Auf dem Grünstreifen am Gewerbepark sind Flüchtlingsheime geplant. Die WGS schlägt einen anderen Standort vor (siehe Grafik im Text).

Quelle: Archiv

Burgdorf. Dieser Wortbruch - in der großen Einwohnerversammlung am 27. Januar hatte die Stadt angekündigt, die Anlieger jedes konkreten Standorts vor einer endgültigen Entscheidung zu informieren - stört die WGS-Fraktion. Das macht sie im Vorfeld der Ratssitzung deutlich. Bei den beiden Grundstücken geht es um den Grünstreifen zwischen dem Gewerbepark Nordwest und den Einfamilienhäusern am Sprosserweg sowie um eine Fläche östlich der Feuertechnischen Zentrale (FTZ).

Die drei WGS-Ratsherren, Volkhard Kaever, Wolfgang Obst und Kurt-Ulrich Schulz, fordern, die Anliegerversammlungen abzuwarten und erst dann im Rat zu entscheiden und nicht - wie jetzt geplant - umgekehrt. „Unser Anliegen ist, dass die Menschen mitgenommen werden“, sagt Obst. „Ich kann den Anliegern nicht versprechen, dass sie informiert und gehört werden, und sie dann doch übergehen.“

Die jeweils rund 15 000 Quadratmeter großen Grundstücke sind städtisches Eigentum und sofort bebaubar. Deshalb hat die Stadt sie für das neue Regionsprojekt angemeldet. Die Region hat den Kommunen angeboten für sie schlüsselfertige Flüchtlingsunterkünfte zu errichten. Im Juni sollen die Holzbauten bezugsfertig sein. Deshalb sei Eile geboten, argumentiert die Verwaltung.

Doch die WGS-Fraktion ist der Auffassung, dass die gewünschte Integration der Flüchtlinge nicht gelingen kann, wenn man die ortsansässigen Bürger nicht mitnimmt. „Aus gewollter Integration kann auch Konfrontation werden“, gibt Schulz zu bedenken. Sobald die Anlieger der beiden Standorte informiert und gehört wurden, könnte der Rat in einer Sondersitzung die Entscheidung fällen. Dafür würde sich die ins Gespräch gebrachte Sondersitzung im April zum Thema „Ortsrat für Heeßel“ anbieten.

Während die WGS den Standort FTZ - bei einer entsprechenden Platzierung der Modulbauten - akzeptiert, hat sie für die Pläne auf dem Grünstreifen zwischen Gewerbepark und Wohngebiet Änderungswünsche. Der neue Vorschlag von Schulz, hinter dem Vorstand und Fraktion stehen - „wir sprechen mit einer Stimme“, versichert Kaever - lautet: Statt die zweistöckigen Sammelunterkünfte hinter den einstöckigen Einfamilienhäusern zu platzieren, sollten sie östlich der Verlängerung der Mönkeburgstraße aufgestellt werden. „Man muss das Ganze nur spiegeln“, erklärt Schulz. Erschlossen werden könnte das Grundstück mit einem Stichweg über die Otto-Hahn-Straße im Gewerbepark und nicht wie jetzt geplant über Höhen- und Sprosserweg. Der neue Platz biete zudem den Vorteil, dass der Grünstreifen nicht zerstört und später für viel Geld wieder angelegt werden müsse. „Dieser neue Standort wird von den Anliegern akzeptiert“, versichert Schulz.

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