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Realschule zu klein für die IGS?

Burgdorf Realschule zu klein für die IGS?

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Burgdorf nimmt nach den Sommerferien ihren Betrieb auf - mit fünf statt, wie bislang geplant, mit vier Klassen. Der kommissarische Leiter Rudolf Alker rechnet ab dem Schuljahr 2016/2017 sogar mit einer Sechszügigkeit.

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Das Domizil der Burgdorfer IGS: der Gebäudekomplex der Realschule samt Sporthalle (oben Mitte) an der Straße Vor dem Celler Tor (vorn). Schilke

Quelle: Schilke

Burgdorf. Bislang ist man in der Verwaltung und auch in der Politik von einer vierzügigen IGS ausgegangen. Doch bereits zum Start Anfang September gibt es fünf Parallelklassen. Aktuell sind laut Stadtrat Michael Kugel 131 Schüler für die fünfte Klassenstufe angemeldet. „Davon haben acht Kinder einen besonderen Förderbedarf, sodass wir raumtechnisch von 139 Schülern ausgehen müssen“, rechnet Kugel vor.

„Den zusätzlich benötigten Unterrichtsraum für die fünfte Klasse haben wir zwar gefunden.“ Doch schwierig könnte es laut Kugel bereits im nächsten Schuljahr werden. „Denn im Sommer 2016 verlassen nur drei 10. Klassen die Realschule“, sagt er. „Wir werden die Entwicklung deshalb nach den Ferien in den Ratsgremien erörtern. Es geht darum zu klären, mit welcher Zügigkeit zu rechnen ist und wie geplant werden soll.“

Denn wenn es statt vier Parallelklassen künftig durchgängig fünf oder sogar sechs geben sollte, hat das weitreichende Auswirkungen. Es werden nicht nur mehr Klassenzimmer benötigt, sondern laut Bauamtsleiter Robert Lehmann auch weitere Differenzierungs-, Fachunterrichts- und Sanitärräume. „Damit hat bislang keiner gerechnet.“

Der kommissarische IGS-Leiter Alker geht davon aus, dass die IGS sechszügig laufen wird. „Das habe ich der Stadt auch schon mitgeteilt.“ Denn die Schüler, die bislang die IGS Hämelerwald besuchen - 35 wurden dort 2014/15 eingeschult - bleiben künftig in Burgdorf. Dann gebe es noch die Rückläufer aus dem Gymnasium und schließlich eine zunehmende Zahl von Flüchtlingskindern, begründet Alker seine Prognose. „Allerdings sehe ich derzeit nicht, wie wir all diese Schüler im Realschulgebäude unterbekommen“, sagt Alker, der die IGS-Planungsgruppe geleitet hat.

Weil die IGS die Haupt- und die Realschule in Burgdorf ablöst, ist ein Losverfahren ausgeschlossen: Es müssen alle angemeldeten Schüler aufgenommen werden. Hinzu kommen die Anforderungen der Inklusion. Die Stadt geht davon aus, dass im Schnitt sieben Prozent der Schüler eines IGS-Jahrgangs einen höheren Förderbedarf haben.

Eine weitere Baustelle ist die Mensa im Realschulgebäude. Sie ist schon jetzt zu klein. Bis die Stadt hier nachgerüstet hat, bekommen die IGS-Schüler laut Alker ihr Mittagessen im Jugendhaus Johnny B.

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