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Regen flutet Straßen und Keller

Burgdorf/Uetze Regen flutet Straßen und Keller

Insgesamt 39 Einsätze haben Burgdorfs Feuerwehrleute am Sonntag zwischen 19 Uhr und Mitternacht fahren müssen. Die freiwilligen Retter mussten vor allem Wasser aus den Kellern pumpen. Wegen Wasserschadens blieb am Montag auch das Freibad geschlossen.

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In eine temporäre Wasserstraße hat sich der Klaus-Groth-Weg verwandelt, den Thies und Tobias Fronia am Sonntagnachmittag passieren.

Quelle: Thorsten Volkmann

Burgdorf. In den Keller des neuen Technikgebäudes am Freibad drang nach Aussage von Stadtsprecherin Eva-Maria Dobriloff Wasser ein. Deshalb konnten die Pumpen am Montag nicht eingeschaltet werden, das Bad musste geschlossen bleiben. Ab Dienstag sollen Badegäste das Sportbecken wieder nutzen können, das Planschbecken hingegen bleibt für eine Woche gesperrt. Bis dahin haben Kinder unter sechs Jahren freien Eintritt. Dobriloff weist auch darauf hin, dass die Stadt Burgdorf für die Hilfeleistungen nach dem Starkregen keine Gebühren berechnet - dies wäre laut der Satzung möglich.

Mit dem Regen setzten in Burgdorf die Alarmierungen ein, gegen 19.30 Uhr wurden alle freiwilligen Retter unter dem Stichwort Unwetter in die Feuerwache gerufen. „Gut 100 Kräfte waren im Dauereinsatz“, sagt Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann.

Seinen Angaben zufolge rückten alle Ortsfeuerwehren aus, mit Ausnahme von Schwüblingsen. 35 Einsätze standen in Burgdorf, zwei in Heeßel und je einer in Weferlingsen sowie Schillerslage an. In den beiden Ortsteilen mussten die Helfer abgebrochene Äste beseitigen. „Ansonsten ging es darum, vollgelaufene Keller wieder leer zu pumpen“, sagt Bethmann. Das betraf auch die beiden Einsätze am Montagmorgen, unter anderem in einem Mehrfamilienhaus am Marris-Mühlen-Weg.

Dort hatten Bewohner im Keller einen Trockner aufgestellt, den sie über eine Verteilersteckdose angeschlossen hatten. Darin sammelte sich das Wasser. „Es kochte bereits, als wir ankamen“, sagt Bethmann. „Wir nutzen bei solchen Einsätzen immer unseren eigenen Strom und schalten alles andere ab, um Unfälle zu verhindern“, sagt der Ortsbrandmeister und fügt hinzu, auch Haus- oder Wohnungsbesitzer sollten erst alles ausschalten, ehe sie überflutete Räume oder Keller betreten.

Präventiv gibt Bethmann noch zwei weitere Ratschläge: Bei angekündigtem Starkregen sollten die Kellerfenster geschlossen werden. Außerdem müssten Eigentümer regelmäßig die Dachrinnen reinigen, damit sich dort das Regenwasser nicht staue und in die Häuser fließe.

Die Ortsfeuerwehr Uetze musste nach Aussage von Gemeindebrandmeister Tobias Jacob am Sonntag neunmal ausrücken. Hinzu kam je ein Einsatz in Altmerdingsen und in Katensen.

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