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Region baut Sennheiser-Gebäude nicht um

Burgdorf Region baut Sennheiser-Gebäude nicht um

Das leerstehende Sennheiser-Gebäude an der Wollenweberstraße, das von Oktober bis März  bis zu 300 Flüchtlinge beherbergte, wandelt sich nicht zu einem Wohnhaus – die Kostenkalkulation der Region hat jetzt ergeben, dass sich ein Umbau wirtschaftlich nicht lohnt.

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Die Region baut das Sennheiser-Gebäude an der Wollenweberstraße nicht zu Wohnraum um.

Quelle: Bismark

Hülptingsen. Von Oktober vergangenen Jahres bis März beherbergte das markante Gebäude mit den fünf Stockwerken bis zu 300 Flüchtlingen, es diente dem Land als Unterkunft, um die Erstaufnahmeeinrichtungen zu entlasten. Die zeitliche Begrenzung hatte das Land von Beginn an vorgegeben. Die Firma Sennheiser, die das Gebäude kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, die Region Hannover und die Stadt Burgdorf hatten im Anschluss vorgesehen, dass das Unternehmen weiterhin die Nutzung ermöglicht, die Region den Umbau zu kleinen Wohneinheiten finanziert und Burgdorf die Unterkunft nutzt, um Asylsuchende unterzubringen. "Das Vorhaben wird nicht weiter verfolgt", sagt jetzt Christina Kreutz, Sprecherin der Region, und fügt hinzu: "Die Kalkulation der anfallenden Umbaukosten hat jedoch ergeben, dass ein Umbau unwirtschaftlich wäre."

Diese Einschätzung bestätigt auch Sennheiser, dort heißt es zudem von einer Sprecherin: "Wir haben noch keine weiteren Zukunftspläne, sondern werden vielmehr in Ruhe entscheiden, wie das Gebäude künftig genutzt wird." Es steht bereits seit sechs Jahren leer, nachdem Sennheiser das Unternehmen am Standort in Wennebostel konzentriert hatte. Lediglich im Erdgeschoss hat der Medizintechnikhersteller Medite seine Flächen angemietet. Vor mehr als 40 Jahren, im März 1977, hatte das Familienunternehmen Sennheiser das fünfstöckige Gebäude in Hülptingsen gekauft. Das erste Produkt, das dort hergestellt wurde, war der weltweit erste offene Kopfhörer HD 414, der zu einem Verkaufsschlager avancierte. Mit dem Weggang aus Burgdorf verlor die Stadt seinerzeit den größten privaten Arbeitgeber.

Für die Stadt Burgdorf bedeutet das Ende des Vorhabens, dass sie die bislang geprüften Standorte für Flüchtlingsunterkünfte weiter planen muss, wie Bürgermeister Alfred Baxmann und Stadtrat Michael Kugel sagen. Denn ursprünglich war vorgesehen, im Sennheiser-Gebäude bis zu 150 Kinder, Frauen und Männer unterzubringen. "Nun fehlt uns diese Kapazität", sagt Kugel.

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