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Region will Solarradweg testen

Burgdorf Region will Solarradweg testen

Lernen von Holland: Was beim Fußball derzeit kein Thema ist, kann bei der E-Mobilität funktionieren. Nachdem die Niederländer erfolgreich einen Solarradweg getestet haben, erwägt die Region Hannover den Bau von zwei Teststrecken. Eine soll auf dem Radweg zwischen Ramlingen und Ehlershausen entstehen.

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Auf dem erneuerten Radweg zwischen Ramlingen und Ehlershausen will die Region Hannover eine Teststrecke mit Solarmodulen anlegen.

Quelle: Joachim Dege

Ramlingen/Ehlershausen. Zu den technischen Details des Vorhabens hält sich die Regionsverwaltung auf Nachfrage zurzeit noch bedeckt. Das Team Verkehr, zuständig für die Verkehrsinfrastruktur und somit auch für alle Radwege, will in der kommenden Woche im Verkehrsausschuss der Regionsversammlung den Politikern ein Positionspapier zur Elektromobilität vorstellen. Das Konzept enthält Pläne für den Bau von zwei Teststrecken für einen Solarradweg. Eine soll die Kreisstraße 324 in Langenhagen-Everhorst flankieren. Die zweite soll in Burgdorf entstehen, und zwar zwischen Ramlingen und Ehlershausen. Dort erneuert die Region gegenwärtig den Radweg, der nicht nur eine neue Fahrbahndecke erhält, sondern fortan auch 2,50 Meter breit ist.

Laut Regionssprecher Klaus Abelmann liefert das Nachbarland Holland die Blaupause für das Vorhaben Solarradweg. In den Niederlanden hatten Ingenieure der Firma SolarRoad im November 2014 bei Krommenie, einer Kleinstadt nördlich von Amsterdam, eine 70 Meter lange Teststrecke angelegt. Die Ingenieure machen gute Erfahrungen: Das 70 Meter lange Stück Radweg mit Solarmodulen aus Silizium lieferte in nur sieben Monaten 3000 kWh Strom. Das reicht aus, um einen Einpersonenhaushalt ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit könnte die Stromversorgung von Ampeln sein. Auch Stromtankstellen für E-Bikes und Elektroautos sind vorstellbar.

750 000 Euro würde der Bau der beiden Teststrecken im Norden und Osten der Region Hannover kosten, sagt Abelmann. Um die Kosten stemmen zu können, würden gegebenenfalls Projektgelder beim Bund beantragt. Voraussetzung freilich sei, dass die Regionspolitiker die Innovationsfreude der Verkehrsplaner im Regionshaus goutierten und dann mit entsprechenden Beschlüssen den Weg frei machten für die Solarradweg-Teststrecken.

Ehlershausens Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig wusste nach eigenem Bekunden bis Dienstag noch nichts von einer Teststrecke. „Das ist ja toll. Ich würde mich freuen, wenn es dazu kommt“, gab sich die Sozialdemokratin begeistert von der Idee. Sie selbst fährt ein herkömmliches Fahrrad. „E-Bikes sind aber vor allem für mobil eingeschränkte und ältere Menschen total klasse“, findet Meinig.

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Von Redakteur Joachim Dege

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