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Ideen zur Integration überzeugen die Jury

Burgdorf Ideen zur Integration überzeugen die Jury

Vier Projekte für Flüchtlinge in Burgdorf will die Region Hannover finanziell unterstützen. Insgesamt 22 250 Euro erhalten das Mehrgenerationenhaus, der Nachbarschaftstreff Ostlandring, das Frauen- und Mütterzentrum sowie die Abteilung Flüchtlingssozialarbeit der Stadt.

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Der irakische Flüchtling Jinan Shmoi hat vor den Wohncontainern an der Friederikenstraße in Burgdorf mit anderen Bewohnern zusammen einen Garten angelegt.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf.  „Bei der Vergabe der Zuschüsse war der Jury wichtig, dass die Projekte niederschwellig und nachhaltig sind, einen Vorbildcharakter haben und Migranten aktiv mitarbeiten“, erklärt Jurymitglied Ute von Wrangell. Es sei spannend, mit welch unterschiedlichen Ideen die Menschen in der Region das Thema Integration angingen, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. Insgesamt fördert die Region aus ihrem Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ 30 Projekte. Dafür stehen knapp 155 000 Euro zur Verfügung. Vier Burgdorfer Projekte erachtete die Jury für förderungswürdig.

Das Frauen- und Mütterzentrum hat die Jury mit seiner Arbeitsgemeinschaft Stadtgärtnern überzeugt. Das Projekt wird mit 5000 Euro unterstützt. Gemeinsam mit Flüchtlingen sollen Gärten mit Obst und Gemüse am Nachbarschaftstreff am Ostlandring und am Sorgenser Dreieck angelegt werden. Diese Beschäftigung soll nicht zuletzt der Langeweile vorbeugen und beim Erlernen der deutschen Sprache helfen.

Das Burgdorfer Mehrgenerationenhaus (BMGH) erhält vom Förderkuchen 10 000 Euro. „Wir freuen uns riesig, dass wir das Geld bekommen“, sagte BMGH-Koordinatorin Ursula Wieker gestern.Das Geld ist für das Projekt „Arabisch in der Bücherei“ bestimmt. In Burgdorfs Stadtbücherei soll künftig arabische Literatur auszuleihen sein. Das Angebot, zu dem auch Sprachunterricht gehört, soll in erster Linie als Unterstützung für Kinder und Erwachsene mit der Muttersprache Arabisch dienen.

Der Nachbarschaftstreff am Ostlandring will gemeinsam mit dem Kinderschutzbund unter der Überschrift „Alte Nachbarn – Neue Nachbarn“ das nachbarschaftliche Miteinander und das Verständnis füreinander fördern. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Stärkung von Frauen in ihren hauswirtschaftlichen Kompetenzen. Es soll beispielsweise regelmäßige Treffen geben, bei denen gemeinsam gekocht wird. Das Vorhaben wird mit 4850 Euro von der Region unterstützt.

Die Flüchtlingssozialarbeit in der Regie der Stadt will den Migranten die Möglichkeit eröffnen, die Arbeitswelt kennenzulernen, indem Betriebe besichtigt, Handwerksmessen und Berufsbörsen besucht werden. Die Idee dabei ist, eine Kennenlernplattform für Flüchtlinge und Betriebe zu gründen und diese mit lokalen Einrichtungen und Projekten zu vernetzen. Aus dem Regionsfonds gibt es für die Pläne 2400 Euro.

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Quassim, Gärtner aus Bagdad, zieht im Hof der Flüchtlingsunterkunft an der Friederikenstraße Tomaten im Gewächshaus.

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Quelle: Joachim Dege
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