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Rekordanmeldungen: Gymnasium in Raumnot

Burgdorf Rekordanmeldungen: Gymnasium in Raumnot

Das Gymnasium Burgdorf meldet Rekordanmeldezahlen für das nächste Schuljahr. 164 Kinder und damit so viele wie nie zuvor wollen nach den Sommerferien auf die Schule am Berliner Ring wechseln. Die Folge: Das Gymnasium gerät in Raumnot. Die Schulleitung schlägt jetzt Alarm.

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Schulleiter Michael Loske warnt davor, dass künftig nicht mehr jeder das Gymnasium besuchen könne, wenn die Stadt nicht bald die Raumnot beseitigt.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Das Gymnasium hatte dieses Jahr an den Grundschulen so offensiv wie noch nie um Schüler geworben und die Eltern beraten, insbesondere zum Ganztagsangebot. Der Erfolg hat sich promt eingestellt. 164 Kinder sind angemeldet, darunter ein Inklusionskind, das doppelt zählt. 93 Schüler der fünften Klassen wollen laut Schule das Ganztagsangebot wahrnehmen.

Das Gymnasium müsste demnach sechs Klassen bilden. Nach einer Prognose der Stadt fällt der fünfte Jahrgang im nächsten Schuljahr neunzügig aus. Somit blieben für die noch junge IGS gerade einmal noch drei Klassen übrig.

Schulleiter Michael Loske sieht in dem Anmelderekord eine Bestätigung für die Attraktivität des Gymnasiums mit seinem Musikprofil ab Klasse 5. Auch fürs nächste Schuljahr hätten sich die Eltern von 25 Kindern für die Musikklasse entschieden. Diese komme allerdings nur zustande, weil darunter auch 14 Kinder seien, die aus Uetze, Lehrte und Isernhagen nach Burgdorf wechseln wollten, räumt er ein.

Der Erfolg hat eine Kehrseite. Er beschert dem Gymnasium eine akute Raumnot. Loske ließ deshalb über das Pfingstwochenende per E-Mail einen Hilferuf an den Schulträger und die Kommunalpolitik los. Weil die Raumnot nicht neu ist, hatte der Rat der Stadt bereits im vergangenen Spätherbst 50 000 Euro lockergemacht, um Planer nach Lösungen suchen zu lassen. Geschehen sei bislang nichts, sagt Loske. Er fordert Stadt und Rat daher auf, sie mögen die Raumplanungskosten jetzt „endlich einsetzen“. Darüber hinaus wünscht sich Loske ein Bekenntnis zur bislang ausgegebenen Maxime, dass jeder, der dies wolle, sein Kind am Gymnasium anmelden dürfe und einen Schulplatz erhalte.

Das aber, sagt Loske, könne das Gymnasium spätestens ab dem Schuljahr 2017/18 nicht mehr gewährleisten. Im Gegenteil: Wenn sich an der Raumsituation nicht schnell etwas ändere, müsste die Zügigkeit fortan begrenzt und die Anmeldung auf das Losverfahren umgestellt werden. „Dann gäbe es Tränen“, sagt der Schulleiter voraus.

Schon jetzt fehlten dem Gymnasium zwei Räume: einer als Puffer für Sondersituationen im Schulalltag und einer für die Sprachlernklasse für Flüchtlingskinder. Mindestens acht zusätzliche Räume brauche die Schule perspektivisch: Vier für die künftigen 13. Klassen, vier weitere wegen der Sechszügigkeit der Unterstufe. Das Gymnasium besuchten zurzeit 987 Schüler. 70 kämen von außerhalb.

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