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795 Anfragen für 73 Grundstücke

Burgdorf 795 Anfragen für 73 Grundstücke

Das Interesse Bauwilliger an einem Grundstück im geplanten Wohngebiet „An den Hecken“ im Südosten Burgdorfs ist riesengroß. Der Stadt haben gestern 795 Anfragen von Bauplatz-Interessenten vorgelegen – für 73 Grundstücke, auf denen Einfamilien- oder Doppelhäuser gebaut werden können.

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Die Erschließung beginnt: Die breite Hauptverkehrsader, die vom Peiner Weg aus ins Baugebiet An den Hecken hineinführen wird, ist bereits erkennbar.d

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Die Erschließungsarbeiten auf der 8,3 Hektar großen Flächen im Südosten der Kernstadt haben jetzt begonnen und sollen laut Stadt im dritten Quartal 2017 abgeschlossen sein. Danach können dann die Bauherren loslegen.

Gestern hat die Stadtverwaltung die Unterlagen – darunter die „Erläuterung der wichtigsten Bauvorschriften“ – an die 795 Interessenten verschickt, wie Gesine Nämsch von der Liegenschaftsabteilung auf Anfrage erklärte. Seit gestern stehen diese Informationen auch online unter www.baugebiete-burgdorf.de oder auf der Homepage der Stadt www.burgdorf.de zur Verfügung.

Sonnenlicht elf Monate im Jahr

Ziel dieser umfangreichen Information ist es laut Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann, dass „sich Interessenten auf das richtige Grundstück bewerben“. Denn das Besondere am Neubaugebiet „An den Hecken“: Es kann nicht kunterbunt durcheinander gebaut werden, wie es in den vergangenen Jahren in anderen von der Stadt ausgewiesenen Neubaugebieten möglich war.

Es gibt klare Richtlinien, um den örtlichen Gegebenheiten des 8,3 Hektar großen Areals gerecht zu werden. Das Baugebiet ist in mehrere Teilbaugebiete gegliedert, in denen jeweils nur ganz bestimmte Gebäudetypen zulässig sind: Es gibt Bereiche mit Bungalows, mit zweigeschossigen Stadtvillen und flacher Dachneigung sowie mit Einfamilienhäusern mit flachem Pult- oder Satteldach.

Der Bebauungsplan wartet noch mit einer weiteren Besonderheit auf. 30 Grundstücke sind so geschnitten, dass elf Monate im Jahr die Südfassaden der Einfamilienhäuser besonnt sind. Damit das möglich ist, gibt es klare Regeln für die Gebäude. Gebaut werden darf mit einer maximalen Gebäudehöhe von 8,50 Meter und einer Dachneigung von mindestens 35 und maximal 55 Grad. Damit soll erreicht werden, dass sich Nachbarhäuser nicht gegenseitig beschatten.

37 Grundstücke für Familien

Wer letztlich den Zuschlag für ein Baugrundstück erhält, entscheidet der Vergabeschlüssel, den der Verwaltungsausschuss der Stadt beschlossen hat. Demnach werden 37 Bauflächen an Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind vergeben, wobei Burgdorfer Familien Vorrang haben. Für sie sind 19 der 37 Bauplätze reserviert.

Auch für die zweite Hälfte der Grundstücke (36) sind Bewerber, die seit mindestens drei Jahren in der Stadt wohnen, im Vorteil. Ihr Kontingent: 18 Grundstücke. Die restlichen 18 Grundstücke kann die Stadt frei vergeben. Wer in der ersten Bewerbergruppe nicht zum Zuge kommt, rutscht automatisch in Gruppe zwei. Gesine Nämsch geht davon aus, dass angesichts der großen Nachfrage letztlich das Los entscheiden wird, wer bauen darf. Die Bewerbungsfrist endet am 8. Mai um 15 Uhr.

Die Grundstücke sind zwischen 506 und 821 Quadratmeter groß. Der Quadratmeter kostet 175 Euro inklusive Erschließungsbeitrag für die Straßen. Die Kosten für die Ver- und Entsorgungsanschlüsse sind in dem Grundstückskaufpreis nicht enthalten.

Im Nordosten des Baugebiets stehen zudem 3252 Quadratmeter für zweieinhalbgeschossige Mehrfamilien- sowie Doppel- und Reihenhäuser zur Verfügung. Der Mindestkaufpreis beträgt 487 800 Euro. „Mehrere Unternehmen, die ihr grundsätzliches Interesse angemeldet haben, informieren wir, dass die Vermarktung beginnt“, sagte Nämsch. Vorrang haben dabei Konzepte für Mietwohnungen für Menschen mit geringem Einkommen.

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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