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Röstkaffee kommt aus Heeßel

Heeßel Röstkaffee kommt aus Heeßel

Seit diesem Monat kommt der frisch geröstete Kaffee der Hannoverschen Kaffeemanufaktur auch aus Heeßel. Dort befindet sich zudem die Verwaltung des Familienbetriebs, der inzwischen drei neue Mitarbeiter aus der Ortschaft eingestellt hat.

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Der Verkaufsraum ist fertig - Geschäftsführer Andreas Berndt zeigt die Schätze in den einzelnen Schütten.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Insgesamt 350 000 Euro hat Geschäftsführer Andreas Berndt seit Jahresbeginn in die ehemalige Gaststätte investiert. „Der größte Posten ist natürlich der Kaffeeröster“, sagt der Unternehmer. Weil das Herzstück der Manufaktur, ein Probat-Röster aus dem Jahr 1978, zunächst seinen Anforderungen nicht entsprach, ließ Berndt die Anlage vom Hersteller noch einmal abbauen, die Steuerung überarbeiten und dann wieder aufstellen. Der ursprünglich geplante Produktionsstart im Juni ließ sich nicht halten: „Seit Anfang Dezember rösten wir werktags etwa zwei Stunden“, sagt Berndt und weist darauf hin, dass das Gewerbeaufsichtsamt bereits einmal die Arbeiten samt Emissionen geprüft hat. „Alle Werte liegen weit unter den zulässigen Vorgaben“, betont der Firmengründer, der mit seiner Familie in Uetze wohnt.

Er hat zudem die ehemaligen Gasträume umgestaltet: Hinter einem handgefertigten Tresen finden sich Schütten mit unterschiedlichen Bohnen. In den nächsten Tagen wird das Mobiliar geliefert, dann steht der Eröffnung mit geladenen Gästen am 4. Februar nichts mehr im Weg. Ab dem 1. Februar sollen dann die Gäste ihren Kaffee in der Manufaktur trinken können. Schon jetzt hat Berndt drei Mitarbeiter eingestellt, alle stammen aus Heeßel. Weitere Beschäftigte sollen folgen, vor allem im Gastronomie- und Kaffeebereich. Schon jetzt beschäftigt die Manufaktur 14 Voll- und 12 Teilzeitmitarbeiter. Alle Verwaltungskräfte sind vom ersten Standort an der Liepmannstraße in Hannover nach Heeßel gezogen.

„Wir werden uns bei den Speisen aufs Kerngeschäft konzentrieren, also alles anbieten, was zum Kaffee passt“, sagt Berndt und fügt hinzu, das gelte auch für den Kaffeegarten, der ab April öffnen solle. Sonst setze er auf die Erlebnisgastronomie: „Wir wollen zeigen, wie sich Kaffee entwickelt und wie wir Kaffee rösten.“

Dafür gebe es bereits erste Ideen: „Vieles aber wird sich anhand der Kundenwünsche entwickeln“, fügt der Unternehmer hinzu, der sich mit der hiesigen Wirtschaft vernetzen möchte.

Manufaktur plant eine Rösterei in China

Gerade beendet Andreas Berndt in Heeßel sein jüngstes Projekt, da schiebt er bereits mit seinem Sohn Fabian und dessen Lebensgefährtin Isabel Sum das nächste Vorhaben an. „Beide werden in der chinesischen Stadt Changde eine Manufaktur eröffnen und die Kultur des Kaffeetrinkens exportieren“, kündigt der Unternehmer an. Erste Kontakte hat die Hannoversche Kaffeemanufaktur bereits im Herbst geknüpft, als Fabian Berndt mit Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok in die chinesische Stadt mit sechs Millionen Einwohnern reiste. „Für den nächsten Herbst planen wir die Eröffnung“, sagt Andreas Berndt, der den Aufbau einer „Rösterei zum Anfassen“ anfangs mitbetreuen wird. Danach lege er den Fokus wieder auf Heeßel.

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