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Rollator-Fahrerin ärgert sich über Busfahrer

Burgdorf Rollator-Fahrerin ärgert sich über Busfahrer

Eine alte Frau aus der Südstadt fühlt sich von Mitarbeitern des Nahverkehrsunternehmens Regiobus schlecht behandelt. Sie klagt über rücksichtslose Busfahrer. Regiobus-Sprecher Tolga Otkun sagt: „Wir sind an jedem Fall, wo es nicht gut läuft, interessiert.“ Nur so seien Missstände zu beheben.

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Die Regiobus bietet zwar Mobilitätstrainings für Rollator-Fahrer an. Bisweilen harkt es aber zwischen Busfahrer und Fahrgast.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Marie Schulze (Name geändert) ist 79 Jahre alt und wohnt am Niedersachsenring in der Südstadt. Regelmäßig fährt sie mit dem Bus vom Stadtfriedhof in die Innenstadt, steigt dann an der Bergstraße aus, erledigt mithilfe ihres Rollators die Einkäufe und fährt schließlich mit dem Bus wieder zurück nach Hause.

Mit den Busfahrern, so versichert sie, habe sie immer wieder schlechte Erfahrungen gemacht. Mal fahre der Bus nicht nahe genug an die Haltestelle heran, sodass die Lücke zwischen Gehsteig und Buseinstieg für ihren Rollator zu groß sei. Oder dem Busfahrer gehe das Ein- und das Aussteigen nicht schnell genug. Einmal habe sie ihren Beutel im Bus vergessen. Als sie das nach dem Aussteigen bemerkte, habe sie noch an die Scheibe geklopft. Aber der Fahrer sei davongebraust, berichtet sie.

Der jüngste Vorfall trug sich am Tag des Wohnhausbrands am Kleinen Brückendamm Ende August zu. Regiobus musste wegen der Löscharbeiten die Haltestellen Brückendamm und Bergstraße Richtung Südstadt aufheben. Schulze begab sich zur Haltestelle vor der Pankratius-Kirche. Normalerweise bezahle sie fürs Kurzstrecken-Ticket in die Südstadt 1,50 Euro. Der Busfahrer habe aber auf einen Fahrpreis von 2,60 Euro bestanden, weil an dem Tag mehr Haltestellen zwischen Kirche und Südstadt lagen. Das Wechseln eines 20-Euro-Scheins habe er abgelehnt. Ein junger Mann habe ausgeholfen und den Fahrpreis beglichen.

Regiobus-Sprecher Otkun sagte auf Nachfrage, dass der erhöhte Fahrpreis keineswegs in Ordnung gehe und der Frau zurückerstattet werde, wenn sie sich bei der Regiobus meldet. Was diese bisher nicht tat. Beim Geldwechseln sei es so, dass Fahrer nur 10-Euro-Scheine annehmen müssten. Allerdings hätte der 20-Euro-Schein auch angenommen werden können, wenn kein Wechselgeld vorhanden gewesen wäre. Dann bekäme der Kunde einen Beleg und das Rückgeld später aufs Konto überwiesen.

Bei Beschwerden dieser Art, die sich mit 30 Fällen im Jahr bei 4700 Fahrten am Tag in Grenzen hielten, empfiehlt Otkun die Kontaktaufnahme mit Mitarbeitern der Stelle Kundendialog. Die seien erreichbar unter Telefon (05 11) 36 88 87 15 sowie per E-Mail an kundendialog@regiobus.de.

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