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Flüchtlinge verlassen Schillerslage

Burgdorf Flüchtlinge verlassen Schillerslage

Im November vergangenen Jahres waren die ersten Flüchtlinge eingezogen. Jetzt will die Stadt die Mehrzweckhalle in Schillerslage räumen und als Reserve vorhalten. Die letzten dort noch untergebrachten Syrer sollen in Wohnungen sowie in die Container an der Friederikenstraße in Burgdorf umziehen.

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Die letzten 18 Flüchtlinge werden in diesen Tagen die Mehrzweckhalle in Schillerslage verlassen und nach Burgdorf umziehen.

Quelle: Joachim Dege

Schillerslage. Damit wird die Halle, die vor der Ankunft Hunderter Zufluchtsuchender in der Stadt der Sport- und Schützenverein Schillerslage für seine Zwecke nutzte, zum zweiten Mal seit Anfang November geräumt. Ob die Stadt dort im Laufe des Jahres erneut Menschen aus den Krisengebieten der Welt wird unterbringen müssen, weiß niemand.

"Im Moment kann ich nicht sagen, wir brauchen die Halle nicht mehr", sagt Thomas Borrmann, Leiter der städtischen Sozialabteilung. Zudem laufe der Betriebsvertrag mit dem Regionsverband des Deutschen Roten Kreuzes noch bis November. Das DRK stellt einen Sozialarbeiter für die Unterkunft und bedient sich der Dienste des Sicherheitsunternehmens Schmalstieg GmbH, welches das Wachpersonal stellt.

Laut Stadtrat Michael Kugel leben aktuell 506 Flüchtlinge in der Stadt. Seit Anfang des Jahres seien 175 Zufluchtsuchende in Burgdorf angekommen. Zuletzt sei der Zuzug stark abgeebbt. Im April seien nur noch 19 angekommen. 240 sind in privaten und 17 in städtischen Wohnungen untergebracht, alle anderen leben in den sonstigen Flüchtlingsunterkünften im Stadtgebiet.

In der Mehrzweckhalle in Schillerslage leben noch 18 Syrer. Laut Sozialabteilungsleiter Borrmann sollen 13 von ihnen in diesen Tagen in drei angemietete Wohnungen in der Innenstadt einziehen. Alle anderen kämen in den Containern an der Friederikenstraße unter.

Borrmann lobt die Dorfgemeinschaft Schillerslages, die nach anfänglicher Skepsis eine großartige Hilfsbereitschaft an den Tag gelegt habe: "Das war schon eine starke Nummer." Allerdings sei die Unterbringungssituation in der Halle eher schwierig, da die Bewohner dort so gut wie keine Privatsphäre hätten. Dort waren Schlafmöglichkeiten für 40 Menschen aufgestellt worden.

Ortsbürgermeister Manfred Dunker bedauert, dass jetzt zum zweiten Mal die vom Dorf beherbergten Flüchtlinge wegziehen. "Da ist keine Kontinuität drin", sagt er: "Für die Integration ist der Umzug schlecht." Das Team von bis zu zehn Freiwilligen aus Schillerslage hätte sich gern länger um die Männer gekümmert, und werde das in einzelnen Fällen auch weiter tun.

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Die Stadt will die Halle einstweilen als Reserve vorhalten.

Quelle: Joachim Dege
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