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Schloss in Burgdorf bekommt Notausgang

Brandschutz Schloss in Burgdorf bekommt Notausgang

Die Zeit der Brandwachen bei Veranstaltungen ist gezählt. Das Schloss erhält endlich einen Notausgang. Die Region Hannover, Eigentümerin des Gebäudes, lässt außen an der Stirnseite des Ratssaals eine Stahltreppe anbauen. Kosten: 65.000 Euro.

Burgdorf. 65.000 Euro investiert die Region in den Bau des Notausgangs. Die Fundamente für die maßgeschneiderte Stahltreppe sind bereits seit Längerem gegossen. Seitdem ruhte die Baustelle jedoch, weil es laut Regionssprecherin Christina Kreutz Lieferschwierigkeiten beim Stahl gibt. In dieser Woche soll die Konstruktion nun endlich aufgestellt werden.

Dass es tatsächlich weitergeht, macht ein Baugerüst deutlich, das seit ein paar Tagen an der schmalen Stirnseite zur Aue hin steht. Die Bauarbeiter haben es aufgestellt, um schon einmal einen Teil der Holzverkleidung am Giebel abzunehmen. „Sobald die Treppe steht, soll an dieser Stelle ein Mauerdurchbruch entstehen“, sagt Kreutz. „Ziel ist, dass alles am Ende der Sommerferien fertig ist.“

Fast vier Jahre ist es her, dass die Brandschutzmängel im Schloss so auffällig wurden, dass sich Stadt, Region Hannover und Feuerwehr die Situation vor Ort anschauten und nach Lösungen suchten. Im September 2007 war bei einer Übung der Ortsfeuerwehren Burgdorf und Heeßel festgestellt worden, dass das Treppenhaus allein nicht ausreicht, um im Brandfall die Besucher des Ratssaals und die Mitarbeiter in den Verwaltungsräumen schnell aus der Gefahrenzone zu bringen. Denn auch die Drehleiter kann wegen der hohen Bäume nicht eingesetzt werden.

Seitdem müssen – als Übergangslösung – bei allen Veranstaltungen im Ratssaal mit mehr als 20 Personen bis zu drei Feuerwehrleute Wache halten, was durchschnittlich 250 Euro kostet. Diese Summe ist auch bei jedem Schlosskonzert fällig. Zwar trägt die Stadt diese Kosten. Doch Matthias Schorr, Vorsitzender des Kulturvereins Scena, der die Konzerte ausrichtet, wollte sich damit nicht zufriedengeben. „Ich habe an Regionspräsident Hauke Jagau geschrieben und die Zusage erhalten, dass ein zweiter Fluchtweg gebaut werde“, sagt Schorr.

Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf 52.446428 10.006645
Burgdorf
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