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"Forellenquintett" mit Tiefgang präsentiert

Burgdorf "Forellenquintett" mit Tiefgang präsentiert

Der hannoversche Pianist Markus Becker und das Arte Ensemble haben im Schlosskonzert am Sonntagabend mit Werken von Brahms und Schubert brilliert. 160 Zuhörer erlebten Popmusik der Romantik mit Tiefgang.

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Romantik mit Tiefgang: Pianist Markus Becker und das Arte Ensemble geben im Schloss Werke von Brahms und Schubert.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Jeder romantisch inspirierte Klassikfan dürfte es in seiner CD-Sammlung haben. Und selbst wer sich in Zeiten des digitalen Wandels keine Tonträger mehr zulegt, kann es sich über Streamingdienste leichterdings zu Gemüte führen – Schuberts berühmtes Forellenquintett. Einen einzigartigen Klanggenuss freilich bietet noch immer das Konzerterlebnis. Ein solches ließen sich am Sonntag im Schloss 160 Zuhörer gleichsam auf dem Trommelfell zergehen. Zumal der Pianist Markus Becker und das Arte Ensemble mit so großartiger künstlerischer Qualität aufwarteten.

Das Konzert war einmal mehr ausverkauft, die Stimmung des Publikums so aufgehellt, wie es das das in heiterem Dur gehaltene Konzertprogramm mit Schuberts kammermusikalischem Klavierkonzert Adagio e Rondo concertante Es-Dur zum Einstieg, Brahms Klavierquartett in A-Dur, op. 26, und Schuberts „Forellenquintett“ zum Abschluss andeuteten. Dass die Musiker die treuen Schlosskonzerte-Anhänger am Ende so ungemein beschwingt in den Abend entließen, lag allerdings vor allem an der Güte der Aufführung, der es an Tiefe nicht mangelte.

Da war zum einen ein Markus Becker, der sich an den Tasten in Hochsommerform präsentierte. Er beherrschte den Flügel, den er vor zehn Jahren für den Kulturverein Scena eingeweiht hatte, auf eine so wohltuend unaufgeregte und einfühlsame Weise, dass auch die ganz leisen, gefühligen Passagen in den Werken zur Geltung kamen. Dabei trieb er das Arte Ensemble mit fast unmerklichem Gestus an und lieferte sich an den aufbrausenden Stellen mit Karacho-Faktor bisweilen hinreißende Klangduelle mit der Violinistin Friederike Starkloff. Dass die dargebotene Popmusik der Romantik nicht bloß an der Oberfläche der Empfindungen kratzte, dafür sorgten Anna Lewis an der Bratsche, Ute Sommer am Cello und Albert Sommer am Kontrabass.

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