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Realschule räumt für die IGS auf

Burgdorf Realschule räumt für die IGS auf

Stühle und Tische, Stellwände und Stoffbahnen, Festschriften und Mitteilungsblätter der Landesschulbehörde: Über Jahrzehnte haben ganze Lehrer- und Schülergenerationen die Kellerräume und den Dachboden mit Dingen gefüllt, die einmal wichtig waren - nun aber nur noch Schrottwert besitzen.

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Leon (vorn) und Justyn räumen alte Stellwände in den Container.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Seit Dezember steht fest, dass die Realschule das Gebäude verlässt, in dem sie nach Aussage von Realschulleiter Kai Klinge seit 1915 beheimatet ist, und in den Neubau am Berliner Ring zieht. "Kurz danach haben wir überlegt, wie wir den Umzug organisieren wollen", sagt Klinge. So habe jeder Fachlehrer zunächst in seinem Bereich auf- und ausgeräumt, dann entstand die Idee der Rümpelwoche - und die läuft seit Montag mit sichtbarem Erfolg.

Denn in jeder fünften und sechsten Stunde finden sich bis zu 40 der 340 Schüler ein, um unter der Regie Klinges und seiner Kollegen die Gegenstände aus dem Gebäude zu tragen und in einem eigens aufgestellten Container zu entsorgen. Eine Tafel im Lehrerzimmer gibt detailliert Auskunft darüber, welcher Raum auf welcher Ebene noch einmal durchforstet werden muss. Leon und Justyn gehören zu den Schülern, die an diesem Mittwoch ausrangierte Stühle und Stellwände ebenso stapeln wie seit Jahren unbenutzte Stoffbahnen. Möglichst platzsparend müssen Bastelarbeiten der letzten 50 Jahre untergebracht werden, direkt unter alten Möbeln und Arbeitsplatten.

In weniger als zwei Stunden ist der Container bis zum Rand gefüllt, am Donnerstagmorgen kommt ein neuer. "Das ist dann der dritte in dieser Woche", sagt Klinge und geht davon aus, dass am Ende dort nicht mehr viel Raum frei sein werde. Der Ablauf gleicht sich jeden Tag: Um 12 Uhr beginnt das Entrümpeln, um 14 Uhr ist das Briefing zum Erfolg und für die Aufgaben des nächsten Tages. Das Ziel definiert der Schulleiter klar: "Wenn wir ausziehen, soll die IGS eine aufgeräumte Schule übernehmen können."

Hinzu komme durchaus ein pädagogischer Ansatz: "Die Schüler gestalten den Umzug direkt mit, ihnen wird nach der Sommerpause nicht einfach ein neues Gebäude übergeben." Deshalb werden Lehrer und Schüler am 15., 19. und 20. Juni auch den Wechsel in die künftige Schule vorbereiten und erste Möbel sowie Materialien an den Berliner Ring transportieren.

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