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Besitzer sanieren Moormühle liebevoll

Burgdorf/Isernhagen Besitzer sanieren Moormühle liebevoll

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit entsteht an der alten Bundesstraße 3 ein neues Kleinod in altem Gemäuer: Mit viel Liebe zum Detail bauen Christine Römer-Hellmann und ihr Mann Theodor Hellmann die Moormühle um - nicht als Lokal, sondern als einen Ort für besondere Veranstaltungen.

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Kaffee und Auszeit - das ist in diesem kleinen Bereich möglich.

Quelle: Bismark

Burgdorf/Isernhagen. Im April vergangenen Jahres hatte Römer-Hellmann die einstige Gaststätte samt Hotel für 390.000 Euro ersteigert und schon damals angekündigt, eine Event-Location schaffen zu wollen. "Das Haus und wir, wir haben sich einfach gefunden", sagt Geschäftsführerin einer Messeagentur mit Sitz in Laatzen und fügt hinzu, sie und vor allem ihr Mann seien schon lange auf der Suche nach einem Gebäude gewesen, das sie als Veranstaltungsort gestalten wollten.

"Wenn man wie wir seit mehr als 23 Jahren auf Messen unterwegs ist, dann sehnt man sich nach einer etwas ruhigeren Aufgabe", sagt Römer-Hellmann - auch wenn es angesichts der Umbau- und Sanierungspläne derzeit nur wenig Ruhe für das Unternehmerpaar gibt. Theodor Hellmann kümmerte sich bislang maßgeblich um das Catering bei Messen in ganz Deutschland, Römer-Hellmann vermittelte über ihre Personalagentur ausschließlich Studenten als Hostessen, Moderatoren, Security oder Servicepersonal. Den Firmensitz haben sie inzwischen an die Moormühle verlegt. "Das Büro werden wir allerdings als letzten Raum umbauen", sagt die Eigentümerin.

Schon jetzt tragen die künftigen Gasträume ihre Handschrift, denn nach dem Ersteigern kam über Wochen das Entrümpeln: Alte Indianer-Figuren, defekte Gerätschaften, Möbel, Textilien wanderten in Container zur Entsorgung. Andere antike Möbel wie einen Eckschrank und ein Büfett arbeiteten Hellmanns und ihre Tochter auf, sie finden sich nun in den neuen Räumen wieder - ebenso wie die eigens angeschafften Bilder kunstvoll mit Lichteffekten in Szene gesetzt. Dazu tragen auch jene Lampen bei, die die Eigentümer alle selbst mit Blattgold bezogen haben.

Entfernt hat das Paar zudem alle Platten, die im einstigen Stall - dem künftigen Saal - das innenliegende Fachwerk und das Spitzdach verdeckt hatten. "Damit wirkt alles viel heller und kommt unserem Stil mehr entgegen", sagt Römer-Hellmann und fügt hinzu, dass auch der Ausgang in den Innenhof samt knapp 24.000 Quadratmeter großem Grundstück neu gebaut wurde. Eine Bestuhlung planen die Eigentümer weder für den Saal noch für den Bereich vor dem neu gestalteten und illuminierten Tresen: "Wer zu uns kommt, bucht die Bestuhlung ebenso wie das Personal", sagt die Eigentümerin. Ihren Angaben zufolge bietet das Paar seine Immobilie für Feiern ab 120 Personen an: Eine Hochzeit gehört im nächsten Jahr ebenso dazu wie eine Veranstaltung mit einem Unternehmen, das seine Gäste nach der Agritechnika nach Beinhorn einlädt. "Hier zeigt die Firma dann auch noch landwirtschaftliche Maschinen", kündigt Römer-Hellmann an.

Sie plant für das Außengelände mit drei Teichen einen kleinen Rundweg, damit die Gäste sich eben auch mal die Beine vertreten oder die Natur genießen können. "Die Arbeiten übernehmen wir dann aber nicht allein, sondern schreiben sie aus", sagt sie schmunzelnd. Gleiches gelte für die Dämmung der Fassade: "Anschließend gestalten wir die Wände mit Fachwerk und einem hellen Gelbton, so dass die Optik komplett stimmt."

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Von Redakteur Antje Bismark

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