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Info aus erster Hand soll Kranken helfen

Burgdorf Info aus erster Hand soll Kranken helfen

Ihre Aufgabe sieht die Burgdorfer Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe darin, Betroffene mit sachkundiger Information beim Umgang mit ihrer Krankheit zu unterstützen. Um Rat von Experten schnell und effektiv einholen zu können, wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Regionsklinikum Burgwedel geschlossen.

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Jürgen Mindermann (links) tauscht sich mit dem Chefarzt der Urologie am Krankenhaus Burgwedel, Dr. Joachim Stein, über die fachlichen Interessen der Selbsthilfegruppe aus.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Der Chefarzt der Urologie am Burgwedeler Krankenhaus, Dr. Joachim Stein, war jetzt zu Gast in der Gruppe. Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen ist dem Krankenhaus im Rahmen seiner Zertifizierung zum Prostatakarzinom-Zentrum aufgeben. Die Klinik erhält auf diese Weise hilfreiches Feedback aus den Reihen der Patienten über den Zeitraum der Behandlung hinaus. Für die Betroffenen ist die Kooperation eine Chance, sich sachlich fundiertes Wissen anzueignen.

„Wenn ich mehr weiß, kann ich gezielter Fragen stellen“, sagt Jürgen Mindermann, Leiter der Selbsthilfegruppe. Als Beispiel nennt er den PSA-Wert im Blut. Dessen Erhöhung werde häufig als reiner Krebsindikator missverstanden, könne aber auch auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata oder auf eine Entzündung des Organs hinweisen, sagt Mindermann.

Der Urologe Stein sieht in den Selbsthilfegruppen eine wichtige Ergänzung im Netzwerk zur Behandlung des Prostatakarzinoms. Die Mitteilung der entsprechenden Diagnose löse bei Betroffenen eine schwere Krise aus, die zu einer „sehr, sehr schlechten Wahrnehmung“ im Gespräch mit dem Arzt führe. Oft würde nur zehn Prozent des Gesprächsinhalts vom Patienten ankommen. Da sei die Selbsthilfegruppe eine gute Ergänzung zum Austausch auf Augenhöhe, sind sich Stein und Mindermann einig.

Mindermann hat die Gruppe im Jahr 2005 gegründet. Sie hat bereits einen Kooperationsvertrag mit dem Protstatakrebs-Zentrum des Friederikenstifts in Hannover. Bei den Treffen der Selbsthilfegruppe gibt es neben fachlichen Informationen auch die Gelegenheit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. So sind laut Mindermann auch Gespräche über sonst tabuisierte Themen möglich, wie beispielsweise über die Auswirkungen der Krankheit auf die Sexualität. Derzeit kommen meist um die 30 Gäste zu den Treffen.

Info: Die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf trifft sich jeden dritten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr in der Aula der Gudrun-Pausewang-Grundschule an der Grünewaldstraße 1 (Ausnahme Sommerferien und Dezember). An den Treffen können Interessierte jederzeit kostenfrei teilnehmen.

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Der Chefarzt der Urologie am Regionsklinikum Burgwedel, Dr. Joachim Stein, informiert in der Selbsthilfegruppe über eine neue Behandlungsmethode bei Prostatakrebs.

Quelle: Stefan Heinze
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Von Redakteur Stefan Heinze

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