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Pflege ist immer noch ein Tabuthema

Burgdorf Pflege ist immer noch ein Tabuthema

Neutral und sachlich über unterschiedliche Angebote rund um das Thema Pflege in Burgdorf informieren und erarbeiten, was noch fehlt - zu diesem Zweck hatte der Seniorenrat für Sonnabend zur ersten Burgdorfer Pflegekonferenz ins Paulus-Kirchenzentrum eingeladen.

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Eberhard Rumpf begrüßt die Gäste zur Pflegekonferenz des Seniorenrates im Paulus-Kirchenzentrum in der Südstadt.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Wenn jemand selbst oder ein Angehöriger pflegebedürftig wird, dann kommen viele Fragen auf. Welche Leistungen gibt es überhaupt, und wer bezahlt die? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden für Pflegegeld und andere finanzielle Unterstützungsleistungen? Welche Anbieter gibt es? Und welche Möglichkeiten gibt es, wenn der Pflegebedürftige mit der ihm zugedachten Pflege nicht einverstanden ist, sie schlichtweg für unnötig hält?

Der Informationsbedarf rund um das Thema Pflege ist nach der Wahrnehmung des Seniorenrats groß. Aus diesem Grund hatte das Gremium die erste Pflegekonferenz vorbereitet. Dort stellten sich am Sonnabend die  Beratungsstellen, unterstützende und begleitende Hilfen bei der Pflege wie die Paulus-Perlen und  die Helfenden Engel, die ambulante Tagespflege, Betreutes Wohnen nach dem Burgdorfer Modell und stationäre Pflegeangebote mit den Varianten Kurzzeit- und Dauerpflege vor. "Es geht nicht um Werbung für einzelne Anbieter, sondern die Information an sich", sagte Hartwig Laack vom Seniorenrat.

Ein wenig enttäuscht war er dann doch, dass sich lediglich 18 Teilnehmer angemeldet hatten: "Wir haben den Termin extra auf einen Sonnabend gelegt, damit auch Angehörige kommen können. Die Zeitungen haben berichtet, und wir bei entsprechenden Veranstaltungen reichlich Flyer verteilt", sagte Laack: Daran kann es also nicht gelegen haben."  Pastor Matthias Paul hatte bei seiner Begrüßung in der Doppelrolle als Hausherr und stellvertretender Bürgermeister eine andere Erklärung parat: "Ich erlebe es häufig, dass Leute das Thema gerne ein wenig von sich wegschieben. Das ist schade", sagte er. Sich eines solchen Themas öffentlich anzunehmen und die Akteure miteinander zu vernetzen, halte er für richtig.

Dietlind Hiekel pflegt selbt einen Angehörigen: "Kurz nachdem wir unser Geschäft aufgegeben hatten, wurde mein Mann krank. Ich habe ihn zweieinhalb Jahre gepflegt und weiß, wie schwer das ist", sagte die Burgdorferin. Deshalb war sie gekommen.

Eigentlich war geplant, nach der Vorstellung der Angebote in Gruppen weiterzuarbeiten und einen Leitfaden zur Pflege für Burgdorf zu erarbeiten. Weil das Konferenzprogramm in Anbetracht des geringen Besucherinteressen gestrafft werden musste, ist laut Laack nun allerdings nicht sicher, ob der Leitfaden, der am 18. Oktober in der nächsten Seniorenversammlung im Schloss vorgestellt werden sollte, überhaupt zustande kommt.

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Von Sandra Köhler

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