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Trotz Stütze nicht abgehängt

Burgdorf/Uetze Trotz Stütze nicht abgehängt

Was tun gegen Armut? Sowohl in Burgdorf als auch in Uetze wird viel getan, um vor allem die Bildungschancen für Kinder aus solch benachteiligten Familien zu verbessern.

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Was tun gegen Armut? Zur Vorbeugung setzen Lehrte und Sehnde auf bessere Bildungschancen sowie die frühe Unterstützung von Familien.

Quelle: Steffen/dpa

Burgdorf. In Uetze ist jeder 14. Bürger (sieben Prozent) auf finanzielle Hilfe vom Staat angewiesen, in Burgdorf sogar jeder elfte. Im Durchschnitt beziehen in der Region Hannover 11,7 Prozent der Menschen Sicherungsleistungen wie das Arbeitslosengeld II. In Niedersachsen sind es wie in der Stadt Burgdorf 8,8 Prozent.

Die Bildungschancen sind für von Armut betroffene Menschen sehr viel geringer, heißt es aus dem niedersächsischen Sozialministerium.

Dieser Gefahr sind sich sowohl die Stadt Burgdorf als auch die Gemeinde Uetze bewusst. Allerdings gehen die beiden Kommunen unterschiedliche Wege, wenn es darum geht, die Chancen der Kinder aus Familien mit geringen Ressourcen zu verbessern. In Burgdorf sind es vor allem private Initiativen wie der Kinderschutzbund (KSB), das Mütterzentrum und der Nachbarschaftstreff Ostlandring, die hier - natürlich im Einvernehmen und mit Unterstützung der Stadt - wertvolle Arbeit leisten.

Die Angebote des KSB beispielsweise reichen von Lesementoren und dem pädagogischen Mittagstisch über die Koordination der offenen Ganztagsschule bis zu Elternkursen und Familienberatung. KSB-Koordinatorin Annegret Lange-Kreutzfeldt wünscht sich darüber hinaus den Ausbau der sogenannten frühen Hilfen: „Wir müssen die Familien rechtzeitig abholen, nicht erst, wenn die Probleme schon da sind.“

In Uetze arbeiten die Kommune, die Kirchen, Vereine, Schulen und Privatpersonen im Netzwerk für Kinder zusammen. Das Netzwerk ist Träger der sogenannten Präventions- und Bildungskette. Sie begleitet und fördert Kinder vom Babyalter bis zur Berufsausbildung. Außer der Sprachförderung in den Kitas, die es auch in Burgdorf gibt, wird zusätzlich für Kinder und Jugendliche eine schulformübergreifende Sprachfördergruppe angeboten.

Ein weiterer Baustein des Netzwerks ist der Sozialfonds für Kinder, den die Gemeinde und die Kirchen beider Konfessionen 2008 ins Leben gerufen haben und seitdem gemeinsam mit vielen privaten Spendern finanzieren. Aus dem Fonds erhalten zum Beispiel Schüler aus bedürftigen Familien Geld für die Anschaffung von Unterrichtsmaterialien.

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