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SV Hertha Otze will eine Gymnastikhalle

Burgdorf SV Hertha Otze will eine Gymnastikhalle

Die Hallenkapazitäten reichen nach Ansicht des Sportvereins Hertha Otze bei Weitem nicht aus für die Bedürfnisse des Schul- und Vereinssports. Zusätzlich zur Schulturnhalle soll deshalb eine Gymnastikhalle her. Der Ortsrat Otze befürwortet dies.

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Die Sporthalle neben der Schule in Otze wird auch vom SV Hertha Otze - hier die Männergruppe bei den Proben für einen Tanzabend - jeden Tag intensiv genutzt.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Otze. Ein diesbezüglicher Antrag an die Stadt Burgdorf wird vom Verein ausgearbeitet.

"Bei uns im Ort muss keiner seine Freizeit nachmittags auf der Straße verbringen, wir erreichen fast alle Kinder", sagt Gerhard Schmidt von der Geschäftsleitung des SV Hertha Otze stolz. Der Verein mit seinen fast 700 Mitgliedern trage wesentlich zum sozialen Leben in Otze bei. Stoße aber wegen der begrenzten Kapazität der Sportstätten bereits seit Langem an logistische Grenzen: "Alle unsere Kurse sind voll, wir können keine weiteren Kinder aufnehmen und unsere Angebot nicht ausbauen", betont Schmidt.

Der Belegungsplan der Schulturnhalle, die der Verein mitnutzt, ist wochentags bis 22 Uhr pickepacke voll. Nicht nur Schule und die sieben Tanzgruppen des Vereins nutzen sie als Trainingsort. Auch Kinderturnen und Step-Aerobic, Body-Styling und Morgengymnastik für Erwachsene, Kinderturnen und Rückengymnastik, Volleyballer, Fußballer, die Senioren des Gesundheitssports, die Jüngsten der Tennisabteilung und der Tischtennisclub Otze sind auf die Halle angewiesen.

Geht es nach dem SV Hertha Otze, gibt es nur eine Lösung für das Problem, die "eine stabile und zukunftsfähige Sportentwicklung" gewährleistet: Angrenzend an die bereits vorhandene Sporthalle könnte ein Anbau von 12,6 mal 12,6 Metern errichtet werden. In diese sogenannte Gymnastikhalle könnten dann die Jazzdance- und Kinderturnkurse stattfinden. "Dann passt alles", sagt Schmidt. Vorausgesetzt, die jetzigen Umkleiden und Duschen in der Turnhalle fielen nicht dem Platzbedarf für eine eventuell einzurichtenden Schulmensa zum Opfer. "Dann müsste sich die Stadt etwas überlegen."

Bereits im vergangenen Jahr sei der Verein auf die Stadt zugegangen. Nun habe er einen Antrag zum Bau einer Gymnastikhalle erarbeitet, der der Stadt über den Ortsrat zukommen soll. "Der Ortsrat steht komplett hinter uns", ist sich Schmidt der Rückendeckung der Politiker sicher. "Wenn man sich die finanzielle Lage der Stadt ansieht, gibt das nicht unbedingt Grund zum Optimismus", weiß er aber auch um die finanzielle Tragweite des Wunsches aus Otze.

Kosten von 400.000 bis 500.000 Euro seien laut Erfahrung des Regionssportbunds Hannover (RSB) realistisch, sagt Schmidt. Mit dessen Geschäftsführerin Anna-Janina Niebuhr hatte er bereits das Gespräch gesucht. Und erfahren, dass der RSB den Anbau mit bis zu 100.000 Euro fördern würde. Wenn denn die Stadt dem SV Hertha Otze ein vertraglich garantiertes Nutzungsrecht für mindestens 12 Jahre einräumt. Die nötige Eigenbeteiligung des Vereins in Höhe von 20.000 Euro hat die Mitgliederversammlung am Freitag im Gasthaus ohne Bahnhof bereits abgenickt.

Keine Änderung der Mitgliedsbeiträge

Nach einer längeren Aussprache beschloss die Mitgliederversammlung mit  großer Mehrheit es bei der aktuellen Beitragsregelung zu belassen und weiterhin keinen Unterschied zwischen aktiven und passiven Mitgliedern zu machen. "Viele unserer älteren Mitglieder sagen, sie hätten früher so viel im Verein gemacht, und möchten, dass ihre Enkel das auch können", erläutert Schmidt das der Beitragssatzung zugrunde liegende Solidarprinzip.

Weil einige Mitglieder dies anders sahen, war ein Alternativmodell erstellt und nun bereits zum zweiten Mal zur Abstimmung gestellt worden - mit deutlichem Ergebnis: 38 stimmten für die bestehende Beitragssatzung und nur drei dagegen. Beim SV Hertha Otze zahlen Familien 196 Euro pro Jahr, Erwachsene 94 Euro, Jugendliche 54 Euro jährlich. Mit umgerechnet gut 16 Euro monatlich für Familien, 8 Euro für Erwachsene und 4,5 Euro für Jugendliche seien die Beiträge sehr moderat.

Von Sandra Köhler

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