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Diakonin "Mary" Behm geht in den Ruhestand

Burgdorf Diakonin "Mary" Behm geht in den Ruhestand

Marie-Luise Behm, eine von zwei Diakonninnen der St.-Pankratius-Gemeinde, wird am Sonntag, 19. Juni, im 10-Uhr-Gottesdienst in der Kirche am Spittaplatz in den Ruhestand verabschiedet.

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Marie-Luise Behm hat sich für ihren Ruhestand viel vorgenommen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Ihren Spitznamen „Mary“ hat sie seit der Studienzeit weg. Viele in der Gemeinde nennen sie so. Auch wenn sie sie sietzen. Das lässt auf eine große Vertrautheit schließen, die Kernkompetenz einer Diakonin.

Behm, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, ist jetzt 63 Jahre alt. Sie müsste noch nicht in den Ruhestand gehen. Aber sie will. Sie will sich Zeit nehmen können für Dinge, für die nach ihrem Empfinden bislang nicht ausreichend Zeit vorhanden war. Sie will Reisen unternehmen, am liebsten nach Skandinavien und Island. Behm will Krimis lesen, vielleicht selber schreiben, auf jeden Fall eine Schreibwerkstatt besuchen. Sie erwägt, noch einmal ein Studium aufzunehmen.

Nur eines will sie nicht: Einem Nachfolger „vor den Füßen stehen“. Weshalb sie sich selbst erst einmal eine Auszeit von der ehrenamtlichen Arbeit verordnet hat, jedenfalls in ihrer Gemeinde, deren Gesicht sie fast 40 Jahre lang mit geprägt hat – in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, später verstärkt auch mit Erwachsenen.

So viele Pläne für den Ruhestand lassen auf viel Tatkraft schließen. Von dieser profitierte die Gemeinde seit Februar 1977. Behm, aus Lingen im Emsland stammend, hatte nach dem Studium der Religionspädagogik in Hannover damals die Wahl zwischen einer Stelle als Diakonin in Kirchrode oder in Burgdorf. Ihr Herz entschied sich für Burgdorf. Behm erlebte seither sechs verschiedene Superintendenten.

„Mary“, die an der Realschule zudem Religion unterrichtete, gestaltete den Konfirmandenunterricht, bildete Jugendliche zu Gruppenleitern aus, organisierte einen Frauengesprächskreis und entwickelte verschiedene Formate für offene Angebote der Gemeinde, etwa den Sommergarten und den Winterzauber, wo Menschen in einer kulinarisch und kulturell angereicherten Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen können. Über Gott und die Welt.

Das war ihr stets wichtig und ist zugleich ihr Vermächtnis: „Bleibt fröhlich und offen und zeigt, woher es kommt – aus dem Glauben.“

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